Times Magazin 44/45

Die komplette Ausgabe der TIMES Nr. 44/45 könnt ihr euch auf der Website von Wolfgang Wackerbauer (www.wolfgang-wackerbauer.com) downloaden!
Wolfgang Wackerbauer war damals für Grafik, Layout & Bild zuständig.
Auf seiner ersten Website aus dem Jahr 2000, die noch unter der Domain www.designman.de aufrufbar ist,
könnt ihr die TIMES Ausgabe als PDF downloaden.>> HIER (einfach dort auf die Grafik klicken)

*

Editorial
von Christof Mallet

STAY ON TOP – Uriah Heep Fanclub Germany proudly presents:

20 Years Anniversary Festival – Hamburg 23. – 25.09.2004
“Circle Of Friends”
JOHN LAWTON BAND – KEN HENSLEY
LANA LANE & ERIK NORLANDER
and very special guests !

Hello FREE SPIRITS !

“If this group makes it I’ll have to commit suicide. From the first note you know you don’t want to hear any more…”. Selten war eine Einschätzung einer Musikkritik, die am 1. Oktober 1970 im renommierten Musik-Magazin ROLLING STONE veröffentlicht wurde, dermaßen neben der Kappe. Wer ist ohne Fehler? Wünschen wir also der guten Melissa Miles, die dieses Fehlurteil verbrochen hat, dennoch einen schönen, langen Lebensabend…

2005 gibt es allen Unkenrufen zum Trotz URIAH HEEP 35 Jahre. Doch bevor dieses Jubiläum ansteht (und wir auf die aktuelle Bandsituation von UH etwas genauer eingehen), legen wir das Hauptaugenmerk in unserer schnell vergänglichen Zeit auf das ‚Hier’ und ‚Jetzt’. STAY ON TOP – ein Fanclub einer Rockband 20 Jahre alt wird, ist zweifelsfrei ein außergewöhnliches Jubiläum. Ein Fanclub, der es sich von Anbeginn an mittels des Clubmagazines TIMES zur Aufgabe gemacht hat, über Uriah Heep facettenreich in allen Aspekten (Tonträge/Live-Dokumente/Interviews/Analysen etc.) zu berichten. Uriah Heep – Music & Artists bedeutet aber auch, alle früheren Musiker der Band (die untrennbarer Bestandteil der Entwicklung und Legend UHs sind!) zu porträtieren oder wieder zu entdecken und mit ihren aktuellen Projekten vorzustellen; plus alle heeprelevanten Themen (Coverbands / -alben, Hardrock History, Einflüsse von UH auf andere Künstler u. v. m.) zu behandeln.

In Times 42/2003 und 43/2003 starteten wir eine Retro zur Geschichte von STAY ON TOP – Erinnerungen, Anekdoten, Fanclub-Treffen, Bilder-Galerie. Großmundig habe ich in Nr. 42 bereits angekündigt, dass wir mit sinistren Gästen eine Party abfeiern werden, wie es sie bisher in der Geschichte des Uriah Heep Fanclubs Deutschland nie zuvor gab. Zu dem Zeitpunkt hatten noch gar keine Künstler zugesagt, es gab auch noch keine feststehenden Veranstaltungsorte. Doch was zählt, ist, kühne Visionen nicht nur zu entwickeln, sondern vielmehr auch entsprechend zu realisieren. Leichter gesagt als getan! Doch wir haben im Club ja OLIVER LANGE & CARSTEN SYLLWASSCHY. Ohne deren unternehmerischen Mut, organisatorische Fähigkeiten und Connections zu den Künstlern hätten wir auf jeden Fall nicht KEN HENSLEY (hätte es jemand geglaubt, wenn ich es in Braunschweig 1996 prophezeit hätte?) oder JOHN LAWTON (den vor allem PETER BETHGE verdienstvollerweise für das damalige Club-Treffen in Braunschweig gewinnen konnte!) mit BAND am Start. Beider treten 2 x (!) auf, am Freitag/Samstag im Downtown Blues Club. Oliver Lange schrieb in TIMES 40/2002 eine hervorragende Biografie über LANA LANE mit Titel „Weep In Silence“. Es ist bekannt, dass die brillante Sängerin – in Liaison mit dem ebenso außergewöhnlichen Keyboard-Wizard ERIK NORLANDER – ein Faible für Coverversionen hat. Ihre wunderschöne, suggestive Version von „Weep In Silence“ war sowohl auf dem CENTURY MEDIA – Heep-Tribute wie auch auf dem LANE-Album „THE COVER COLLECTION“ vertreten. Schon kurze Zeit nach dem Konzert (27.06.2003) im atmosphärischen Aschaffenburger Colos-Saal (das wäre übrigens unser Traum-Veranstaltungsort für das 20-Jahre-Jubiläum SOT gewesen!) hatte Oliver die Zusage der hervorragenden und sympathischen Künstler Lana und Erik. So sollten eingefleischte Heep-Anhänger hier ruhig einmal ein wirklich offenes Ohr riskieren und sich nur ein klein wenig der Progressive & Symphonic Rock-Richtung öffnen (denkt an die frühen Alben der Heeps aus den 70ern, die einst progressive Vorreiter in Sachen Hardrock-Avantgarde waren!) Also – nach Möglichkeit unbedingt auch das Konzert von Lana Lane & Erik Norlander besuchen, die auch mit einer exzellenten Band auftritt! Support im Vorprogramm wird MILO sein. Übrigens hat Lana’s Stimme sehr prominente Fans und Befürworter: BRUCE DICKINSON, HENJO RICHTER. Apropos Prominenz: besonders stolz und glücklich kann sich SOT schätzen, dass nach Hamburg extra PAUL NEWTON (Gründungsmitglied mit entscheidendem Einfluss auf den Werdegang UHs) und „Salisbury“-Drummer KEITH BAKER eingeflogen kommen und mit uns ein Wochenende voll „true heepy spirits“ verbringen werden! Mit ein Grund dafür, auch die Geschichte von SPICE und der ganz frühen UH-Phase in Text und Bild – „THE BIRTH OF URIAH HEEP“ – entsprechend aufzuarbeiten und abzubilden.

Ein Dankeschön für all die unsagbare Arbeit in Sachen Organisation & Management geht vorab speziell an die rührigen LASY-Macher Lange & Syllwasschy, aber auch an die Fachpresse, die unsere Veranstaltung im Vorfeld entsprechend promotete. Besonders möchte ich mich hier bei MARCUS WICKER und CHRISTOPH REHE von ECLIPSED bedanken, die uns über die letzten Jahre in allen Belangen mit und um Uriah Heep immer wieder unterstützt haben.

An die Enttäuschten (ich hoffe, es sind nicht mehr viele!) gerichtet, die Brilon als Austragungsort favorisierten. Wir hatten dort fantastischen Club-Meetings (mit Live-Auftritten von EASY LIVIN’, TWO MESSENGERS und LAWTON & DUNNING). Aber trotz der Gastfreundschaft der Familie HOMANN und des idyllischen Ambientes wäre eine Veranstaltung, wie wir sie jetzt in der gegebenen Größenordnung in Hamburg aufziehen, dort aus logistischen Gründen völlig undenkbar gewesen. Letztlich war entscheidend, dass Hamburg 2001 schon einmal einen ganz großen SOT-Event hatte – mit der Welturaufführung von „Salisbury“ mit Orchester – und wir mit LASY ein Management haben, über das man sich schlicht nur glücklich schätzen sollte! Und das nächste Club-Meeting in Brilon kommt bestimmt…

Für Hard & Heavy-Scheiben sind die Bedingungen in Sachen Absatz und Verkaufszahlen sicher nicht einfach, andererseits ist aber ein hoher Einstier in die Album-Charts nicht so schwierig. Die Gründe dafür habe ich in der letzten Times im Editorial genannt. Zwar schaffte es das von mir als Beispiel angeführte neue ICED EARTH-Werk „THE GLORIOUS BURDEN“ nicht unter die Top 3 (aber immerhin auf Ranking 15), aber ich war schon ganz nahe dran. Schaut nur mal auf den Erfolg der neuen NIGHTWISH-Scheibe „ONCE“: Platz 1 in vielen europäischen Ländern, auch in Deutschland. Ein Mix aus Power Metal, sinfonisch-klassischen Passagen und progressiven, teilweise sogar experimentellen, Elementen hat es ganz nach oben geschafft, was anhand der sonst miesen, offiziellen Berieselung der bekannten Medien und Sener nur zu begrüßen ist! Und da komme ich zwangsweise zur aktuellen Situation von Uriah Heep. Zwar gibt es im Winter 2004 wieder eine Deutschlandtour, die als Acoustic Shows announciert werden und von daher sicher interessant und besonders sind, aber auf das (im übrigen von Sänger Bernie Shaw anlässlich von „THE MAGICIAN’S BIRTHDAY PARTY 2003“ angekündigte) neue Studio-Album warten alle Heep-Fans weiterhin vergeblich. Setzt man die Epoche 1970-76 in Bezug zu 1998-2004, dann fällt mir nicht mehr ein… trotz aller Probleme, die es im Musikmanagement und im knallharten Label-Geschäft gegen mag – das kann und darf nicht sein! Die Band, deren Konzerte in Südamerika bedauerlicherweise ausfielen (das tut mir besonders für Henri Matthes und Rodrigo Werneck leid, weil Uriah Heep dort nur 1989 und 1995 live auftraten; die Gründe für die Absage waren nicht von der Band zu verantworten, sondern lagen vielmehr an lokalen Promotern/Veranstaltern), hat hier einfach strategisch versagt. Schadensbegrenzung kann nur noch innerhalb des 35jährigen Jubiläums von Uriah Heep stattfinden. Wenn im Jahr 2005 nicht endlich das 21. Studio-Album mit brandneuem Material erscheint, dann müssen sich Mick Box & Co. Den Vorwurf gefallen lassen, nur noch eine Retro Band zu sein. Live zwar unbestritten allererste Sahne – Weltklasse! – aber nicht mehr kreativ. Insgesamt war auf die letzten TIMES-Hefte eine sehr gute Resonanz, was die optische Aufbreitung wie die Vielfalt der behandelten Themen und die journalistische Qualität anbelangt. Gelegentlich wurde bemängelt, dass zu wenig über die aktuelle Heep-Formation und zu viel über Lawton oder ‚fremde’ Sachen in der Times steht. Festzuhalten bleibt, dass kein Manuskript zur neuesten Heep-Live-VÖ „MAGIC NIGHT“ einging. Die Leute, die hier also tadeln, machen sich dann auch leider nicht die Mühe, eine entsprechend Plattenkritik zu schreiben… Zum Glück hat uns ALEX BURLEET eine exzellente Analyse über die Live Sets von Uriah Heep erstellt – so zielgenau und treffend, dass die Band um Mick Box gut daran täte, diese fundierte Auswertung mal selbst genauer unter die Lupe zu nehemen!

Dieses Editorial möchte ich nicht ohne subjektive Erinnerungen beenden. So war die Live Performance von „Salisbury“ in Hamburg, organisiert / gemanaget /dirigiert von unseren Stay On Topern STEPHAN RICHELSEN, OLIVER LANGE, CARSTEN SYLLWASSCHY, RENATE PUBLIG, schlicht eine Sensation! Grandios war auch die Realisierung des Uriah Heep Tribute „A RETURN TO FANTASY“, ein jahrelanges Projekt von BERND PLEIS und mir, in hervorragender Zusammenarbeit mit unserem Clubmitglied THORSTEN SCHULZ, Manager Merchandize bei CENTURY MEDIA RECORDS.

Der Moment, der mich in 20 Jahren Clubmitgliedschaft persönlich am meisten berührt hat, war, als Ken Hensley bei der Heepvention 2000 in London (anlässlich einer Pressekonferenz samt 400 Heep-Maniacs) John Lawton nach 21 Jahren offiziell um Verzeihung für den damaligen Rausschmiss bei Uriah Heep bat. Und John die Entschuldigung annahm. Ich bin wirklich stolz darauf, dass wir genau jene 2 Supermusiker in unserer Reihe wissen, die menschlich wahre Größe bewiesen haben!

Mit dem Interview AXEL RUDI PELL habe ich mir einen langjährigen Wunsch erfüllt – neben URIAH HEEP, RAINBOW und DEEP PURPLE („STORMBRINGER – Teil III in diesem Heft!) höre ich seine Musik am liebsten. Nach seiner Cover Version von „July Morning“ stand für mich endgültig fest, dass er ein Interview-Partner für die Times sein würde. Spezieller Dank für die Offenheit an Axel und die sehr freundliche und hilfsbereite Kooperation über GERD WIEHAGEN von WIEHAGEN PUBLISHING & EVENT SERVICE.

Bleibt, mich von der aktiven TIMES-Front zu verabschieden und bei all denen ganz herzlich zu bedanken, die mir in den letzten Jahren ihr Vertrauen geschenkt und in aller erdenklicher Form unterstützt haben. Aus rein beruflichen Gründen ist es mir leider wirklich nicht mehr möglich, als kreative und gestaltende Kraft (Art Director) und Chefredakteur (hatte ich in Editorial Nr. 41/02 nur interimsweise für eine folgende Ausgabe zugesagt – jetzt sind wir bei Ausgabe 44/45 – 2004) weiterhin in ausführender und verantwortlicher Form für die Times zu engagieren. Ich bin sicher, es werden sich neue oder alternative Wege auftun, um auch in 2005 die SOT-Mitglieder mit ansprechenden Informationen zu versorgen.

Mit der vorliegenden Doppel-Ausgabe (‚nur’ eine sehr üppige Ausgabe in 2004, weil das SOT-Festival auch entsprechend Budget aus der Times-Kasse verschlingt!), die randvoll mit Artikeln, Texten, Bildern gespickt ist und bei Verwendung von größeren Schriftgraden wohl die 120 oder 140 Seiten gesprengt hätte, wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen und Schmökern!

See ya in Hamburg – we’ll have a ball!
Love & Light – God bless you all !!!

Christof Mallet, Landshut – 27. Juli 2004

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