Uriah Heep 7.12. 2012 – Burglengenfeld – ein Konzertreview von Klaus Kaschel

LOKAL war dabei

URIAH HEEP, Burglengenfeld, VAZ

Schläge in die Magengrube

(kk). Nach Nazareth im Frühjahr und Magnum vier Wochen vorher stand im früheren Pfarrheim St. Michael eine weitere Melodic Hard Rock-Band aus den 70-ern auf der Bühne. Aber sehr melodisch ging es anfangs gar nicht zu. „Against the odds“ und „Overload“ fegten mit voller Power aus den Boxen, als wollten sie den Jüngeren im Publikum zeigen, wo der Rockhammer hängt. Besonders der Bass von Trevor Bolder, der schon bei den legendären „Spiders of Mars“ David Bowie unterstützt hatte, schlug ganz gewaltig in die Magengrube. Bei „I’m ready“ von der letzten CD „Into the wild“ ließ Mick Box, letztes Mitglied der Urformation, seine Leadgitarre mit Wah-Wah-Effekten losheulen. Etliche Songs zum 40-jährigen Jubiläum gab es von dem Erfolgsalbum „Demons and wizards“ von 1972. Eine pathetische Kirchenorgel von Keyboarder Phil Lanzon leitete „Between two worlds“ ein, bevor wieder ein wüstes Bassgewitter einsetzte. Der große Hit „Stealin‘“ ließ die Stimmung im Publikum weiter ansteigen. Schwere Hammond-Akkorde bildeten den Auftakt von „Gypsy“, das nahtlos in das langsame elegische „July morning“ überging. Hier genehmigte sich der großartige Sänger Bernie Shaw zum Singen eine Ruhepause auf einem Monitor am Bühnenrand. Mit akustischer Gitarre stimmte stimmte Mick Box das frenetisch bejubelte „Lady in black“ an. Hier brauchte man das Publikum zum Mitsingen nicht groß animieren.

Bei den Zugaben wurde „Free and easy“ von Box als erster Heavy Metal Rock Song der Musikgeschichte angekündigt. Was nicht ganz stimmt, denn die Kinks waren mit „You really got me“ etliche Jahre früher dran. Einige Mädels, anfangs etwas scheu und zurückhaltend, wurden auf die Bühne geladen, um in einer Reihe mitzurocken und zu headbangen. „Easy living“ von 1972 bildete das Motto und gleichzeitig den Rausschmeißer eines großartigen Musikabends, an den sich noch viele gern zurückerinnern werden.

SONGFOLGE

Against the odds / Overload / Traveller in time / Sunrise / All my life / I’m ready / Between two worlds / Stealin‘ / Nail on the head / Into the wild / Gypsy / July morning / Lady in black. ZUGABEN: Free and easy / Easy livin’.

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Stimmen zum Konzert

„Mir hat es saugut gefallen. Ich bin froh, dass ich so eine klasse Band in Burglengenfeld gesehen habe. Ich stand ziemlich nahe an der Bühne, und es war eine tolle Stimmung um mich herum.“

Petra, 50 Jahre, Burglengenfeld.

„Ich bin kein eingefleischter Heep-Fan, aber ich habe einige Platten von ihnen. „Easy living“ und „Lady in black“ waren original, aber in neuer Interpretation gespielt. Es war eines der besten Konzerte in Burglengenfeld, die ich gesehen habe.“

Heribert, 51 Jahre, Burglengenfeld.

FOTO: Rocken und Headbangen der Burglengenfelder Mädels

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