EROL SORA – Demented Honour (Rezension von Ralf Schünemann)

“Demented Honour” von Erol Sora 2005, Duration Records, Canada.

Die äußere Gestaltung der CD ist überwiegend in rot gehalten, Motiv- Abstufungen in schwarz und die Schrift weiß. Das schwarzweiß abgestufte Motiv von Erol ist gekonnt eingearbeitet und “fließt“ in die übrige Gestaltung hinein. Alles wirkt sehr ansprechend.
Auf der CD-Rückseite dominiert das Schwarz. Rechts ist dort ein Bild von Erol in rötlich-braunen Schattierungen zu sehen. Es fügt sich gut ein.

Im Booklet befinden sich sämtliche Songtexte, übersichtlich aufgelistet. Die Texte sind weiß geschrieben, auf schwarzen Grund. Die Überschriften sind auffällig orange. Zwei Motive von Erol in schwarzweiß befinden sich ebenfalls im Booklet. Hinten stehen noch einmal die Song-Titel sowie die Namen aller Musiker und Personen, die irgendwie an der CD-Produktion beteiligt sind.

Die CD selbst ist schwarz lackiert, Schrift und Infos in rot, silbern und weiß gehalten. Nach dem Herausnehmen der CD ist ein Schattenriss von Erol auf rotem Grund durch den Kunststoffboden hindurch zu sehen.

Insgesamt eine optisch sehr schöne Gestaltung, die sofort ins Auge fällt. Das wurde mit einfachen Mitteln erreicht. Ansprechend und gut.

Die Titel

Guilty
Beginnt sofort mit vollem Tempo und ist stark Gitarrenbetont. Schnell setzt klarer, gut passender Gesang dazu ein. Es gestaltet sich sehr melodisch. In diesem angenehm flotten Tempo geht es weiter bis zum Schluss. Ein gut gewählter “Anheizer“. Der kurze, gut eingehende Refrain lässt sich gleich mitsingen.

Highway To Nowhere
Im gleichen Stil geht es weiter, ein wenig ruhiger und etwas leiser. Auch hier ein schöner Refrain. Ab und zu ist das helle Aufheulen einer Gitarre zu vernehmen. Bei rockigem Rhythmus geht auch dieser Song schnell in Fleisch und Blut über.

Along The Way
Mit akustischer Gitarre wird es jetzt sehr ruhig. Sanfter Gesang setzt dazu ein. Es klingt wie Folk-Musik. Dann ein “Break“ zu einer härteren Gangart, aber immer noch nicht hektisch. Schöne, warme Gitarrenklänge sind zu hören. Mit 5:44 Min. Dauer ist dieser Song allerdings etwas zu sehr in die Länge gezogen. Es endet schließlich ruhig mit ausklingenden Gitarren.

Barstool Corner
Jetzt wird es wieder rockig. Schnell beginnt der Gesangspart bei angenehmer Melodie. Das passt. Es folgt noch ein tolles Gitarrensolo. Wieder passender Gesang, dann ein weiterer Solopart. Insgesamt angenehm anzuhören.

N Y C
Es folgt ein kurzer Beginn mit Schlagzeug. Schon bald gestaltet sich dieser Song sehr melodisch. Er ist stilmäßig sehr dicht an den anderen Titeln. Herausragend ist nur der kleine Zwischenpart mit verlangsamtem Tempo.

One Way Ticket
Harte Gitarren und flottes Schlagzeug, dazu rauer Gesang bestimmen diesen Song. Das ist jetzt guter Hardrock! Bei gleichbleibendem Tempo gibt es ein “klassisches“ Gitarrensolo im Mittelteil. Dann weiter wie zuvor. Mit einem erneuten Solo klingt es schließlich aus.

Piece Of Paper
Bei jetzt ruhigem Schlagzeugrhythmus setzt bald “voll“ klingender Gesang ein. Im melodischen Refrain werden glockenhelle Gitarrenklänge im Hintergrund geboten. Gefällt mir gut. Fast ohne Übergang folgt ein bluesiger Abschnitt mit anschließendem, kurzem Gitarrensolo. Dann wieder bluesig bis zum Schluss.

Broken Dreams
Ein Kräftiger Beginn nach “finster“ klingendem Gitarrenspiel. Dann kräftiger Gesang zur flotten Musik. Rockig und gut. Im Hintergrund angenehmes Aufheulen von E-Gitarren. Die Stimme kommt hier besonders gut und passt ins Gesamtgefüge. Es geht ein bisschen in Richtung Uriah Heep. Im Mittelteil schön langsam und ruhig, dann wieder das Anfangstempo bis zum Schluss.

If You Ever Need Love
Ein “voller“ Beginn, gefolgt von einer schönen Stimme. Die Musik ist einfach, aber “wirkungsvoll“. Zwischendurch gibt es einen Gesangs- “Dialog“ mit zwei stimmlichen Varianten im Wechselgesang. Das ist sehr interessant. Das Gitarrensolo im Mittelteil klingt gut. Zum Schluss ein ruhiger Ausklang.

Rain
Zunächst ist ein atmosphärisch-ruhiger Einstieg zu vernehmen. Dann setzt passend ruhiger Gesang dazu ein. Endlich sind einmal die Keyboards deutlich zu hören, sanft und leise. Dazu ebenso sanfte Gitarren. Ein spanisch klingendes Akustik-Gitarrensolo setzt angenehm ein. Später tauchen wieder heulende E-Gitarren auf. Aber insgesamt ruhig bis zum Schluss.

Fazit
Nach dem ersten Hören war ich angenehm überrascht! Es ist eine sehr melodische, stark Gitarrenbetonte CD, die schnell im Ohr “hängen“ bleibt. Das hatte ich so nicht erwartet. Größte Überraschung für mich ist aber die durchgehend gute, sichere Stimme von Erol Sora.

Nachteil an diesem stilistisch recht ausgewogenen Werk ist, dass man sich sehr schnell “eingehört“ hat und eine gewisse Gleichförmigkeit dann auf Dauer nicht ausbleibt. Eine 2. Stimme, etwas mehr Schlagzeug und Keyboards, hätten hier ein wenig Abwechslung bringen können.

Es wäre allerdings unfair, hier den Maßstab eines erfahrenen Meisters wie z. B. John Lawton, anzulegen. Für ein Erstlingswerk ist diese CD beachtlich gut! Sie wird in nächster Zeit noch oft in meinem CD-Schacht landen. Bei jedem Hören kommen neue Details zum Vorschein.

Weiter so, Erol. Go on!

Gruß

Ralf Schünemann, 2005

Offizielle Website von EROL SORA unter www.erolsora.com

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