CIRCLE OF FRIENDS – International Uriah Heep Convention 2004 – Bericht von Ralf Schünemann

Circle Of Friends
International Uriah Heep Convention 2004
23. – 25. September in Hamburg


Das große Jubiläumstreffen liegt schon wieder deutlich in der Vergangenheit. Aber immer noch trage ich die vielen Eindrücke mit mir herum. Es war rundum gut. Immerhin war ich 3 Tage lang mit Stay On Top und “unseren“ Musikern zusammen, ohne die es Stay On Top gar nicht gäbe. 

Ja, es ist kaum zu glauben. Sie waren tatsächlich dabei, die ehemaligen Bandmitglieder von Uriah Heep. Sie standen mit uns an der Theke, saßen bei uns, lachten mit uns und machten vor allem großartige Musik. Was war das für ein tolles Erlebnis!

Paul, Keith, John, Ken und die vielen anderen hochkarätigen Musiker standen für uns auf der Bühne. Haben wir eigentlich richtig begriffen, welches Privileg wir haben? In unserem Fanclub spielen die Musiker extra nur für ihre Fans! Kaum zu glauben aber wahr: Uriah Heep hat persönlich mit uns gefeiert. Bleibt nur der kleine bittere Nachgeschmack, dass vom aktuellen Uriah Heep-Line-Up niemand anwesend war. Eingeladen waren sie jedenfalls…

Wieder einmal habe ich einige Stay On Toper persönlich kennen gelernt, die ich bisher nur vom Sehen kannte. Es war wie in einer großen Familie. Unvergessen bleibt mir der Rundgang durch Hamburg am Samstagvormittag mit einer kleinen, bunt gemischten Fangruppe. Das Wetter war super und wir waren alle gut drauf. Dazu gehörte natürlich der Besuch bei “Saturn“ genau so zwingend wie ein Spaziergang durch die City, Kaffeepause an der Alster und vieles mehr. Wir waren uns alle einig, dass wir ein “verrückter“ Haufen sind und unbedingt zusammen bleiben müssen.
Auch die gemeinsame Zeit im Hotel und besonders das Abschiedsfrühstück am Sonntag in einem Studentencafé werde ich in guter Erinnerung behalten. Doch zurück zur eigentlichen Veranstaltung.

Erik Norlander und Lana Lane boten mit ihrer Band am Donnerstagabend ein tolles Konzert. Die Spielfreude der Akteure sprang schnell auf das Publikum über. Diese Band hätte ein viel größeres Publikum verdient gehabt. Sie spielten tatsächlich so, als wäre der Saal ausverkauft. Erstaunlich auch, mit welcher Selbstverständlichkeit diese Musiker die nächsten Tage gemeinsam mit uns verbrachten.

Sehr schön auch die anschließende After-Show-Party am Donnerstag mit der fröhlichen Busfahrt durch das nächtliche Hamburg (Ein Lob an die Organisatoren). Dort kamen dann völlig unerwartet die John Lawton-Band mit Keith Baker und Paul Newton dazu. Zwei sehr nette Typen, diese beiden. Auf mein Angebot, sich auf einen gerade frei gewordenen Platz zu setzen antworteten beide, dass sie lieber durch die “Runde“ gehen wollen. Eine tolle Einstellung, wie ich meine. So hatte jeder Gelegenheit zu einigen persönlichen Worten mit “seinen“ Musikern. Benji bestand gegen Ende des Abends sogar darauf, mir die Hälfte von seinem Weizenbier abzugeben.

Was John und Ken mit ihren Bands leisteten war vom Feinsten. Der John Lawton-Band rechne ich besonders hoch an, dass sie an beiden Abenden (bei hervorragender Leistung) unterschiedliche Sets spielten. Da steckt harte Arbeit drin. Und Ken mit seiner frisch aufspielenden Band so hautnah live zu erleben – das ist schon etwas Besonderes.

Was mich bedrückt hat, war John’s Abschied von der Live-Bühne. Diesen Schrecken musste ich erst einmal verdauen. Mein nächster Gedanke war aber, dass John und Iris sich in den letzten Jahren wohl sehr verausgabt haben. Ich gönne ihnen eine Ruhezeit. So wie ich John einschätze, wird er den Kontakt zu uns locker aufrecht halten. Und mal ehrlich gesagt: War das nicht ein weiteres Privileg für Stay On Top und eine besondere Wertschätzung, dass sich John unsere Veranstaltung dafür ausgesucht hat?

Interessant war auch die Darbietung von Stella und Trevor Hensley, leider aber an dieser Stelle des Programms taktisch unpassend. Das Publikum war durch das vorher gebotene Programm bereits auf kraftvollen Rock eingestellt. Daran konnten dann auch Stella’s super Stimme und Ken’s Gastspiel gegen Ende des Sets nichts mehr ändern.

Ein besonderes Lob und Kompliment geht von mir an Easy Livin’, die ich nach “Salisbury 2001“ zum 2. mal hörte. Sie haben mich wieder voll überzeugt. Mit geschlossenen Augen hatte ich manchmal das Gefühl, Uriah Heep würde auf der Bühne stehen. Eine mitreißende Darbietung, die wohl keinen ruhig gelassen hat.

Ein außergewöhnliches Highlight war zweifelsfrei der nächtliche Kurzauftritt zum Abschluss. Wer hätte gedacht, noch einmal Keith Baker und Paul Newton live zu erleben, noch dazu so beeindruckend? Es war unglaublich! Schade, dass ihnen nicht etwas mehr Spielzeit an diesem Wochenende eingeräumt wurde.

Besonders intensiv werden mir wohl die Stunden nach dem jeweiligen Konzert von Freitag und Samstag während der After-Show-Party in Erinnerung bleiben. Es ist wahrlich nicht selbstverständlich, mit Gleichgesinnten aus ganz Deutschland und den anwesenden Musikern so locker und ungezwungen in gemütlicher Atmosphäre zusammen zu sein. Welcher Fanclub kann das sonst noch bieten?

Besonders danken möchte ich den Organisatoren aus den eigenen Reihen sowie den Veranstaltern und Helfern. Ich weiß, was ihr geleistet habt.

Jetzt freue ich mich auf unser Treffen im September…

Gruß

Ralf Schünemann, 2004

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