Uriah Heep Konzertreview 8.12.2011
Ein Konzertreview 8.12.2011 Shephard Bush Empire ( in englisch ) wurde
auf der offiziellen Webseite www.uriah-heep.com verlinkt !
http://www.planetmosh.com/uriah-heep-snakecharmer-shepherds-bush-empire-london-8th-december-2011/
Mick Box interviewt am 2. Dezember 2011 von Baz Anderson (Metal Storm )
Mick Box wurde auf der aktuellen Uriah Heep – Tour gestern interviewt.
In Wort und Bild hier aufzufinden:
http://www.metalstorm.net/pub/interview.php?interview_id=624
Konzertreview:
http://www.metalstorm.net/pub/article.php?article_id=1013
Official Bootleg Vol.4–Live in Brisbane , Australia 2011–eine Rezension des Magazins www.Rocktimes.de
Die Reise geht weiter…
Nun stehen schon drei Alben aus dieser Reihe bei mir im Regal, dazu noch der soundmäßig leider grottenschlechte Live-Mitschnitt aus Krefeld und nicht zu vergessen noch eine stattliche Anzahl regulärer Erscheinungen aus dem Hause Box, Shaw und Co. Unter den ersten fünf jemals von mir gekauften LPs waren auch Salisbury und “Very ‘eavy, Very ‘umble”, die beiden ersten Longplayer, damals ……………..hier geht es weiter ……….
Bunt und laut: Uriah Heep beim Ferienzauber
Von wegen »Easy Livin’«: Als die fünf Herren gestern Abend nach eineinhalb Stunden im Kraftwerk diesen ‘72er-Hit anstimmten, hatten sie einen schweißtreibendes Konzert hingelegt. Sehr zur Freude der rund 1300 Besucher, die sich den Auftritt der britischen Kultband »Uriah Heep« beim Ferienzauber nicht entgehen lassen wollten und teilweise bereits zweieinhalb Stunden vor Konzertbeginn im Neckartal eingetroffen waren.
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Uriah Heep Konzert am 08. Mai 2011 in Würzburg – Ein Bericht von Martin Böhmer
Durch einen überraschenden Gewinn von 2 Konzert-Tickets erhielt ich die Möglichkeit, beim Uriah Heep – Konzert in Würzburg am 08. Mai 2011 dabei sein zu können. Vielen Dank noch mal an "Argo Konzerte", die mir das ermöglicht haben. Eines der Konzerte der aktuellen Tour hätte ich mit Sicherheit noch besucht. Aber so hatte ich das Glück, mein mittlerweile 8. Uriah Heep-Konzert gratis zu erleben. Die bisherigen Konzertberichte, über die ich gelesen hatte, waren durchweg positiv. Die Band sei in sehr guter Verfassung, waren die einhelligen Aussagen, die meine Vorfreude durchaus erhöhten. Zumal ich bereits im November 2009 auf einem "Klasse-Konzert" in Bad Arolsen war. Ein guter Freund von mir hat mich begleitet, so dass er ebenfalls in den Genuss der zweiten Konzertkarte kam. Die Entfernung war kein Problem. Innerhalb von zwei Stunden waren wir von meiner Haustür in Hann. Münden in Würzburg.
Würzburg ist eine schöne Stadt, aber die Posthalle, in der das Konzert veranstaltet wurde, sah auf den ersten Blick nicht sehr einladend aus. Zuerst dachte ich, wir seien am falschen Ort. Der Eingang sah aus wie der Lieferanteneingang einer verfallenen Fabrik. Kein Mensch vor der Halle. Eine Stunde vor dem Einlass war noch alles verschlossen. Der schäbige Seiteneingang war aber tatsächlich der Haupteingang ! Bald tauchte Security – Personal auf, das uns bestätigte, dass "alles gut sei"…
So nach und nach fanden sich dann auch immer mehr Leute vor der Halle ein. Nicht alle Anwesenden hatten wirklich Ahnung von der Band-Historie. Einige waren zum ersten Mal (!) auf einem Heep-Konzert und fragten, ob das noch die "Alten" seien oder eine Coverband. Dass ließ mich auf den Plan rufen und ich stellte in einem kurzem Abriss der Bandgeschichte klar, um was es sich hierbei handelt. Auch erklärte ich, dass langjährige Stammmitglieder dabei sind / waren. Und dass der "alte" Drummer Lee Kerslake leider ersetzt werden musste. Und der Bassist auch schon seit 1976 dabei sei. So war für diese Besucher vor der Halle die "Heep-Welt" wieder in Ordnung und sie äußerten sich sehr gespannt.
Sie wurden sicherlich nicht enttäuscht…
Im Innern der Halle war das übliche Sortiment aufgebaut. Catering und Merchandising. Die Halle war durch einen riesigen schwarzen Vorhang abgeteilt. Sie war eigentlich wesentlich größer, aber offenbar erwartete man nicht allzu viele Zuschauer. Dennoch war es eine passende Location. Wie immer bei Uriah Heep – Konzerten: Nett und klein…
Ich hätte das Glück, rechtzeitig in die Halle zu kommen und ergatterte mir einen Platz direkt vor der Bühnenabsperrung in der ersten Reihe. Klasse. Genau mittig vor der Bühne auf Tuchfühlung mit der Band. Hier bewegte ich mich auch nicht mehr weg. Die Halle füllte sich zuerst nur sehr langsam. Kurz vor Beginn erblickte ich aber hinter mir nur noch Köpfe. Es schien also rappelvoll geworden zu sein. Mein Freund, der mehr rechts hinten stand, bestätigte meine Einschätzung. Es waren ca. 700 – 800 Besucher anwesend. Wie auch in Bad Arolsen viele ältere Semester (so wie ich und älter ). Erwähnenswert ist aber auch der große Anteil jüngerer Fans, die offenbar mehr von der neuen Besetzung wussten als die Älteren. Neben mir stand ein 27jähriger, der nach eigenen Aussagen auf jedes Konzert geht. Wir beide kamen sehr angeregt ins Gespräch. Seine (sehr junge hübsche) Freundin schien allerdings nicht so sehr der Fan zu sein. Was soll’s. Meine Gattin wollte ja auch nicht mit…
Pünktlich um 20:00 Uhr überkam uns alle in der Halle donnerndes Getöse. Der Bühnenhintergrund mit dem Motiv von „Into The Wild“ wurde hell angestrahlt. Nanu, keine Vorgruppe ? War ja eigentlich angekündigt. Tatsächlich ging es gleich auf’s Ganze !
„Meine“ Heeps betraten überraschenderweise bereits jetzt die Bühne. Die Halle erfüllte sich mit Jubeltönen und Beifall. Das Konzert begann gleich mit einem Power-Song von „Into The Wild“. Nämlich „I’m Ready“.
Es folgten „Return To Fantasy“ und „Stealin“. Ein sehr guter Anfang.
Das Publikum war außerordentlich gut drauf. Nicht im Ansatz die typische Zurückhaltung. Es wurde gleich mitgesungen, gerockt, getanzt, und es gab jede Menge Beifallsbekundungen nach jedem Solo oder anderen musikalischen Einlagen.
Besonders erwähnenswert war der absolut gute Sound. Jedes Instrument war deutlich wahrnehmbar und Bernie Shaw sang sich von Beginn an die Seele aus dem Leib. Keinerlei Schwächen, wie sonst am Beginn von Heep-Konzerten, beim Mixer. Die Band wird von Mal zu Mal besser, habe ich den Eindruck. Nicht zu fassen, wie die das schaffen, bei den vielen
weltweiten Konzerten. Russel Gilbrook trommelte wie ein Tier. Bestimmt nimmt er auf jedem Konzert 10 Kilo ab… Trevor Bolder spielte sich am Bass die Finger wund.
Im weiteren Verlauf wurde überraschenderweise „Trail Of Diamonds“ gespielt. Am Beginn, als der Song mit den ersten einschmeichelnden Orgeltönen und dem wummernden dezenten Drums angespielt wurde, ging ein „Raunen“ durch die Menge.
Viele kannten wohl schon diesen „Über – Song“.
Ich hatte wieder Mal das große Glück, einen Song, der bisher nicht auf der Playlist stand, dargeboten zu bekommen. Mick hatte leider 1 bis 2 Sekunden Probleme mit dem Gitarren-Amp. Gerade in der ruhigsten Phase mitten im Song gab es eine Rückkopplung. Mick war sichtlich gefrustet, aber das Publikum hielt zum Teil fairerweise die Daumen hoch.
Da grinste der gute Mick wieder ! Und er ließ sich auch den Rest des Abends die Laune nicht mehr verderben.
Alle fünf waren in hervorragender Stimmung. Auch das Publikum. Es verleitete Bernie Shaw zu der Aussage, dass er nicht glaube, dass heute Sonntag sei ! „Tun wir einfach alle so, als wäre es Freitag“, sagte er. Und er lachte. „It’s fantastic…“ war an diesem tollen Sonntagabend von Mick und Bernie des Öfteren zu hören.
Die Band spielte professionell und virtuos. Perlen wie „Rainbow Demon“ rundeten den Klasse-Songreigen ab. Das Lied kam durch die druckvollen Drums von Russel Gilbrook besser rüber als das Original. Auch „Look At Yourself“ lebte durch die Erweiterung am Schluss auf. Der Song wurde so gespielt wie auf dem Live-Album „Live At Kawasaki“.
Ein bluesähnlicher zweiteiliger Instrumental-Teil am Schluss, der sich immer schneller steigerte, mit einem sagenhaften Solo von Mick Box !
Eine der Zugaben war „Free ‘n‘ Easy“. Die Band holte einige Leute aus dem Publikum zum Headbangen und Luft-Gitarre spielen auf die Bühne. Es kamen ungeplant immer mehr Leute. Eigentlich hätte auch ich mitmachen können. Aber ich konnte die ungeplante Entwicklung nicht einschätzen und hielt mich zurück. Beim nächsten Mal mache ich auch mit… Die Band mit bestimmt 10 oder 12 Menschen aus dem Publikum zelebrierten bei „Free ‘n‘ Easy“ eine Riesen-Party auf der Bühne. Inklusive Umarmungen, Foto-Shootings und herzlichen Sympathie – Bekundungen.
Einfach nur schön…
Und das war noch nicht alles. Easy Livin‘ und der Klassiker „Bird Of Prey“ (glockenklarer Chor) rundeten das tolle ausgiebige Konzert nach gut zwei Stunden ab.
Ich habe wenigstens wieder Mal ein Gitarrenplektrum von Mick ergattern können.
Schön abgewetzt und bespielt !
Am Schluss die Playlist:
I’m Ready
Return To Fantasy
Stealin‘
Rainbow Demon
Money Talks mit Drum-Solo
Nail On The Head
The Wizard
Into The Wild
Trail Of Diamonds
Gypsy
Look At Yourself mit Instrumental
Kiss Of Freedom
July Morning
Lady In Black
Zugaben:
Free n’ Easy
Easy Livin’
Bird Of Prey
Allen, die das Konzert noch vor sich haben, sei gesagt, es lohnt sich. Die Band ist in einer sehr guten Verfassung.
Gott weiß, wie sie das machen.
Viel Spaß !!!
Gruß
Martin Böhmer
Uriah Heep läuft zu Höchstform auf
Von Lars Fischer
Worpswede. Was macht eigentlich den Unterschied aus zwischen legendären Bands, die immer noch irgendwie ganz ok sind, und solchen, die nach wie vor verdammt rocken? Mit einem Zuviel – oder Zuwenig? – an Alter, gesunder Lebensweise oder Experimentierfreude lässt es sich nicht schlussendlich erklären. Fakt ist, Uriah Heep ist auch im 42. Jahr ihres Bestehens eine Band, die immer noch als Maßstab für eine perfekte Hardrock-Show steht. Mehr noch: Jetzt zeigte sie sich stärker als bei allen bisherigen Auftritten in Worpswede in den vergangenen zehn Jahren.
© Hasselberg
Seit 42 Jahren im Rampenlicht und noch kein bisschen müde: Uriah Heep präsentiert sich in Worpswede in bestechender Verfassung. Uriah Heep macht einfach vieles richtig, was Kollegen aus der Gründerzeit des harten Rocks über die Jahrzehnte manches Mal aus den Augen verloren haben. Zu der gut austarierten Balance zwischen moderat modernisierten Klassikern und neuen Songs im dezent erweiterten Fahrwasser kommt eine Fitness, Frische und Präsenz, die mit jedem Newcomer mithalten kann. Ob es daran liegt, dass es erst die zweite Show einer monatelangen Welttournee ist?
Dass die fünf Herren auf der Bühne alle keine 20 mehr sind, sieht man – hören und spüren kann man es nicht. Der jüngste im Bunde ist Schlagzeuger Russell Gilbrook, der auch als letzter zur aktuellen Besetzung hinzukam. 2007 ersetzte der 46-Jährige Lee Kerslake, der aus gesundheitlichen Gründen die Drumsticks nach 35 Jahren abgeben musste. Sein entschlossenes Spiel treibt die Band voran. Es scheint fast, als käme er mit seinen zwei doppelten Basstrommeln und den aggressiv scheppernden Becken aus, so sehr ist sein Spiel auf diese Teile seines Sets konzentriert. Auch wenn Uriah Heep nicht dem Heavy Metal zuzurechnen ist – den im wahrsten Sinne des Wortes eisenharten Stil ihres Drummers charakterisiert dieser Begriff eigentlich treffend.
Präzision und Tempo
Mit Trevor Bolder steht ihm ein Bassist zur Seite, auf dessen Dienste schon David Bowie in seiner Ziggy Stardust-Ära zurückgriff. Der 61-Jährige, der auch als Produzent und Komponist auf neueren Heep-Alben fungiert, gehört bereits seit dem Ende der 70er-Jahre zur Formation und ist nach wie vor an Präzision und Tempo kaum zu überbieten. Zusammen mit Gilbrook liefert er der Band ein höchst belastbares Rückgrat, das Energie und Dynamik garantiert. Umso leichter fällt es Keyboarder Phil Lanzon und Gitarrist Mick Box, dem letzten verbliebenen Originalmitglied, darauf die Melodien aufzubauen. Sänger Bernie Shaw, stimmlich in allerbester Verfassung, kann schließlich sowohl als durchsetzungsstarker Shouter als auch als akzentuierender Sänger überzeugen.
Gerne werden die Refrains mit mehrstimmigem Chorgesang der übrigen Bandmitglieder ausgestaltet. Das sorgt für ein wenig mystische Aura, die bei der Band, die sich nach einem äußerst unsympathischen Anwaltsgehilfen aus Charles Dickens “David Copperfield” benannte. Zurück geht dieses märchenhafte Image vor allem auf das vierte Album, “Demons and Wizards” von 1972, von dem noch immer drei Songs im Programm sind. Mit “Gypsy” geht es sogar weiter bis zur Debüt-LP, die ein Jahr nach der Bandgründung 1970 erschien. Shaw und zeitweise auch Box moderieren das Konzert wie eine Zeitreise, fügen die Entstehungsdaten der zahlreichen Klassiker oft hinzu und haben so keinerlei Mühe, auch für ihre neueren Stücke, die nicht unbedingt herausragend, aber durchaus hörenswert sind, Zustimmung zu erhalten.
Am Tag des Auftritts ist mit “Into the wild” das 23. Studioalbum auf den Markt gekommen, das mit sieben Songs die ungewöhnlich lange Setliste dominiert. Die Klassiker sind dabei allerdings geschickt verteilt, weitere Songs aus der jüngeren Bandgeschichte gibt es dafür nur wenige. 19 Songs in knapp zwei Stunden servieren die Briten, mit großer Einsatzfreude und ebensolcher Lautstärke, die ebenfalls an die Grenzen geht ohne sie zu überschreiten. Ganz am Schluss stehen – wie könnte es anders sein – natürlich “Lady in black” in einer leider etwas lieblos aufbereiteten Version und, schon in der einzigen Zugabe des Abends, “Easy livin”.
Bis dahin haben die Fans in der ausverkauften Music Hall alles das bekommen, was sie von Uriah Heep erwarten können. Volle Rockbreitseiten, psychedelische Ausflüge, satte Soli und reichlich Gelegenheit zum Mitsingen und Headbangen. In dieser bestechend guten Verfassung ist Uriah Heep auch im fünften Jahrzehnt ihres Bestehens und nach drei Dutzend Besetzungswechseln noch immer eine hieb- und stichfeste Trutzburg im hart umkämpften Hardrock.
Rock-Dinos in voller Fahrt
19. April 2011 | 03:20 Uhr | Von Holger Heldt
Das fetzt: “Uriah Heep” mit Urgestein Mick Box in Flensburg – so gut wie damals. Foto: Dewanger
Das Roxy-Concerts will in diesen Wochen nicht zur Ruhe kommen – ein Konzertkracher jagt den nächsten. RC-Chef Mike Rossow sei Dank. Dem war es am Sonnabend wieder einmal gelungen, seinen “Rockgourmets” einen exquisiten Ohrenschmaus auf die Karte zu setzen. Uriah Heep – satt!
Das Roxy war voll. Eine endlos lange Warteschlange vor dem Einlass hatte so etwas bereits erahnen lassen. Vorfreude, die sich Stunden später in Begeisterung auflösen sollte. Und das Erfolgsrezept dieses phänomenalen Rockkonzertes war so simpel wie schmackhaft und verdaulich. Man verwandle die Bühne in Teufels Küche und serviere dann Uriah Heep. Feurig-scharf mit altbewährten Zutaten; aber frisch zubereitet statt nur aufgewärmt.
Zur Begrüßung durch Leadsänger Bernie Shaw gab es ein urschreiartiges “Are you ready!”, das in jedem Winkel des Roxy-Concerts sein Echo fand. Das dreizehngängige “Heep-Menue”, es war angerichtet. Mit allen Uriah-Klassikern aus ihrer goldenen siebziger Decade (“Return to fantasy”/”The wizzard”/”Sweet Lorraine”) sowie vier Kreationen der frischgepressten LP “Into the wild”.
Die Band um den einpeitschenden Frontmann Shaw lief unweigerlich zu ungeahnten Höchstformen auf. Allen voran Leadgitarrist Mick Box, Vollblutmusiker seit der Geburt des “urigen Haufens” 1969. Und unglaublich, aber wahr: zweiundvierzig Jahresrunden im Ring. Ohne K.o. Sein permanent breites Grinsen zwischen weißer Mähne und schwarzer Sonnenbrille verriet es; der Mann will einfach nur spielen. Und wie! “Look at yourself” – mit einem derartig diabolischen Gitarrensolo, welches, getränkt in bizarre Effekte, das Publikum kurzzeitig in Hypnose versetzte. Der nicht enden wollende “July morning” lieferte den endgültigen Beweis: Rock-Dinos wie Mick Box können gar nicht aussterben.
Und dann waren da ja auch noch die beiden unverkennbaren “Uriah Heep”-Markenzeichen: Hammond-Orgel und Chorgesang. Bei “Gypsy” brachte Phil Lanzon sein schweres Tastengerät derartig zum Röhren und Grollen, als wäre eine Horde Saurier im Anmarsch. Der fast schon sopranöse tutti Chorgesang entführte das Publikum in die “mystische (Unter)welt der Ahas und Uhus”. Nur Engel singen schöner. Eine fulminante Rhythmusleistung lieferten Drummer Russell Gilbrook und Trevor Bolder (spielte schon bei David Bowie) am Bass.
Ein sichtlich begeistert-erschöpftes Roxy-Publikum entließen die “Heepies” dann mit zwei Nachspeisen aus ihrer Teufelsküche. Der ewigen Partykeller-Engtanznummer “Lady in black” und als einzige Zugabe die Losung für den Heimweg: “Easy livin’”. Bei aller derzeitigen globalen Energiediskussion bleibt nach diesem Konzert die absolute Sicherheit: die “U.H.”-Kraftwerklaufzeit kann bedenkenlos um weitere 40 Jahre verlängert werden.






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