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Live-Reviews

Uriah Heep & Nazareth / 04.05.2012, Westpfalzhalle, Zweibrücken–Ein Review von Boris Theobald

Nicht schlecht… lange Schlangen vor der Zweibrücker Westpfalzhalle deuteten das große Interesse am Klassiker-Doppelpack an. Geschätzt 1400 Leute guckten ‘Heepzareth’. Die Location ist eine Turnhalle, in der normalerweise unter anderem Handbälle geschmissen werden – inklusive aufgebauter Tribüne war die Westpfalzhalle aber ganz gut gerüstet. Das Publikum war ein wilder Mix aus Altrockern und Metaljüngern, die womöglich einst zu den Klängen von "Dream On" oder "Lady In Black" gezeugt wurden – zu einer Zeit, als diese Songs schon lange, lange Klassiker waren. Die Schöpfer des ersteren erschienen beinahe pünktlich um acht auf der Bühne. Doch Nazareth hinterließen bei vielen gespannten Zuschauern am Ende einen zwiespältigen Eindruck. Da war auf der einen Seite das wohlige Gefühl, Legenden bei der Arbeit gesehen zu haben. Und auf der anderen Seite die Enttäuschung darüber, dass es viel zu selten kribbelte und der Auftritt zeitweise halbherzig wirkte.

Hier geht es weiter …..


Rocklegenden mit Ausdauer–Hamburg 2012

Hamburg 2012

Quelle


Münster und Uriah Heep mögen sich (Münsterländische Volkszeitung 20.4.12 )

Muenster2012

Quelle


Uriah Heep- Konzertreview Badische Zeitung 2. Mai 2012

Badische Zeitung 2012

Quelle


Uriah Heep Konzertreview 8.12.2011

Ein Konzertreview 8.12.2011 Shephard Bush Empire ( in englisch ) wurde

auf der offiziellen Webseite www.uriah-heep.com verlinkt !

 

http://www.planetmosh.com/uriah-heep-snakecharmer-shepherds-bush-empire-london-8th-december-2011/


Bunt und laut: Uriah Heep beim Ferienzauber

Von wegen »Easy Livin’«: Als die fünf Herren gestern Abend nach eineinhalb Stunden im Kraftwerk diesen ‘72er-Hit anstimmten, hatten sie einen schweißtreibendes Konzert hingelegt. Sehr zur Freude der rund 1300 Besucher, die sich den Auftritt der britischen Kultband »Uriah Heep« beim Ferienzauber nicht entgehen lassen wollten und teilweise bereits zweieinhalb Stunden vor Konzertbeginn im Neckartal eingetroffen waren.

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FOCUS – Hannover, Blues Garage, 12. Februar 2011 – eine Rezension von Thomas Schaumburg

Schon seit einigen Jahren habe ich eine Best-Of Focus in meiner Sammlung und vor einigen Monaten kamen noch zwei Studioalben hinzu. Einen ersten Song der Band kenne ich bereits seit meiner Abi-Zeit. Damals lief die Livefassung von „Hocus Pocus“ öfters in der Teestube der Schule, quasi als Katalysator für das Ungestüm mancher Abiturientenkollegen in der Zeit von Pershings und atomarer Bedrohung. Anfang des neuen Jahrtausends hatten sich Focus nach der vorangegangenen Auflösung in den Achtziger Jahren wieder zusammengefunden, allerdings ohne den wichtigen Gitarristen Jan Akkerman. Die wiederbelebte Formation hatte mich bisher weniger interessiert, wie das ja meist der Fall ist, wenn die erfolgreiche Besetzung nicht mehr zusammen kommt oder man die Band erst später entdeckt. Irgendwie denkt der Hörer landläufig, ohne Originalmitglieder sei das nix mehr. Obwohl wir genügend Bands kennen, wo das nicht der Fall ist. Letztes Jahr auf dem Burg Herzberg Festival sah ich dann FOCUS zum ersten Mal auf der Bühne. Und was soll ich sagen, wie bei manch anderer „alten“ Band waren die super drauf und haben ein tolles Konzert gespielt. Der Höhepunkt obendrein war für mich natürlich, dass Meister Thijs Van Leer gar nichts anderes als eine originale Hammond mit Lesliekabinett auf der Bühne hatte. Man kann diesen Sound einfach nicht mit anderen Mitteln ersetzen! Die ganze Performance kam so gut rüber, dass für mich feststand, dass ich mir das unbedingt nochmal „in Ruhe“ auf einer Hallenbühne ansehen mußte. Und dieses Jahr war es nun schon so weit, im Newsletter der Bluesgarage Hannover-Isernhagen, wo immer gute Acts auftreten, wurden FOCUS angekündigt. Also nix wie hin! Der Winter war soweit vorbei, aber genau am Tag des Ereignisses setzte wieder starker Schneefall ein und auf der A 7 Richtung Hannover wurden Staus gemeldet. Aber geplant, getan, das Hotel war auch gebucht – ohne Stornomöglichkeit. Nach gut dreieinhalb Stunden war der Weg dann geschafft, der Weg mußte letztlich direkt zum Club genommen werden. Vorher blieb keine Zeit mehr, um noch zum Hotel zu fahren. Als wir am Club ankamen, begann auch noch ein Eisregen und wir mussten anschließend ja noch das Hotel suchen. Na ja. Aber irgendwie war ich doch sehr froh, dass wir gefahren waren. In der Blues Garage war es ziemlich kalt, zu Essen gab es nur eine Kleinigkeit. Es war gefüllt, aber nicht voll, aber offenbar alles erwartungsvolle Fans der Band aus alten Tagen, aber auch Nachwuchs. Auf der Bühne stand wieder die Hammond, ein total verschrammtes und mit Klebeband zusammengehaltenes Teil. Das Schlagzeug von Originaldrummer Pierre Van Der Linden hatte zumindest an der Bassdrum auch schon Totalschaden erlitten. Das weitere Equipment bestand nur noch aus der Bassverstärkeranlage und einem Edel-Gitarrenamp. Also alles völlig spartanisch wie in den frühen siebziger Jahren. Wenn man beispielsweise das legendäre Colosseum Livealbum kennt, den vollen Sound und was da abgeht und sich dann mal die Bühnenfotos dazu anschaut – da stehen sechs Mann relativ eng auf einer völlig spartanischen Hallenbühne – das ist dasselbe Verhältnis. Und dann ging es auch schon los. Die Bandmitglieder kamen vermummt aus der Kälte rein, schnappten sich – immer noch in dicken Jacken und mit Tüchern zugebunden – die Instrumente. Ohne irgendwelches Vorgeplänkel ging es gleich in die Vollen mit der Nummer „Focus III“ – einer meiner Favoriten. Aller Anfahrtstress war nun völlig dem freudigem Erleben gewichen. Purer Hammondklang durchdringt den Raum, trägt den Gesamtsound und füllt dazu den Hintergrund bis in die Tiefen voll aus. Man meint, es müssten noch irgendwo die Streicher sitzen. Und doch sind nur vier Mann auf der Bühne. Das macht die Hammond aus ! Die Musik von FOCUS ist eine einzigartige Kombination oder besser Verschmelzung aus Rock, Klassik und Jazz. Eine sagenhafte Filigranität wohnt ihr inne. Jeder Ton wird zelebriert. Die Gitarre trägt die Melodiebögen fast zerbrechlich zart von einer Harmonie zur nächsten. Dann und wann brandet es allerdings auf und von Schlagzeug und Bass getrieben schwillt der Sound dynamisch an, bricht zuweilen förmlich los. Dann rockt auch die Gitarre voll ab. Der Gitarrist legt eine sehr große Dynamik ins Spiel. Die aktuelle Setlist umfasst neben einigen Klassikern auch Titel aus den verschiedenen Abschnitten der neueren Bandgeschichte, die den Klassikern aber kaum nachstehen Eine Band, die vergleichbare Musik macht, kann ich gar nicht nennen. Focus haben einfach einen eigenen Stil. Klangbestimmend im Sound ist neben der meist mehr jazzigen Gitarre die Hammondorgel (was für mich immens wichtig ist). Gesang kommt weniger vor, und wenn meist in Form von teils sakral anklingenden Backgroundchören. Auf der Bühne werden diese von Thijs Van Leer per Effekten mit zwei Mikros erzeugt. Auch mal was anderes. Gitarrist Menno Gootjes ist, wie wir dann erfahren, erst ganz frisch zur Band gestoßen, ist also nicht der Gitarrist, den wir noch auf dem Herzberg hörten. Aber es wird sofort klar, dass dieser noch relativ junge Musiker (35) ein Ausnahmetalent ist. Wie locker er das ganze Set spielt und was er dabei an Virtuosität und auch verborgener Power aufblitzen lässt, deuten darauf hin. Entsprechend wird er dann auch von Bandleader Thijs Van Leer als bereits zu Lebzeiten als legendär geltender Gitarrist vorgestellt. Wie Frau Leer am CD-Stand erzählt, handelt es sich bei Menno um den Lehrer seines Vorgängers in der Band. Er hat u.a. auch schon CDs mit Metalbands aufgenommen, was ja nun eine völlig andere Welt ist. Thijs Van Leer ist der Kopf der Band, schon immer gewesen, in den Siebzigern noch unterstützt von Gitarrist Jan Akkerman. Seit der Reunion Ende der Neunziger ist der langjährige Drummer Pierre Van der Linden wieder dabei und neu Bassist Bobby Jacobs, der auch Songs beisteuert. Bei der Reunion war Gitarrist Jan Dumee dabei, der dann später mit John Lawton das „On The Rocks“ Projekt startete. Diesem folgte Niels van der Steenhoven und jetzt der neue Mann. Am 21. März ging die neue Band ins Studio, um das neue Album „Focus 10“ aufzunehmen. Es wird bestimmt eine tolle Scheibe !

Thomas Schaumburg


Uriah Heep Konzert am 08. Mai 2011 in Würzburg – Ein Bericht von Martin Böhmer

Uriah Heep Live in Unna 2011 - Foto von Ralf DregerDurch einen überraschenden Gewinn von 2 Konzert-Tickets erhielt ich die Möglichkeit, beim Uriah Heep – Konzert in Würzburg am 08. Mai 2011 dabei sein zu können. Vielen Dank noch mal an "Argo Konzerte", die mir das ermöglicht haben. Eines der Konzerte der aktuellen Tour hätte ich mit Sicherheit noch besucht. Aber so hatte ich das Glück, mein mittlerweile 8. Uriah Heep-Konzert gratis zu erleben. Die bisherigen Konzertberichte, über die ich gelesen hatte, waren durchweg positiv. Die Band sei in sehr guter Verfassung, waren die einhelligen Aussagen, die meine Vorfreude durchaus erhöhten. Zumal ich bereits im November 2009 auf einem "Klasse-Konzert" in Bad Arolsen war. Ein guter Freund von mir hat mich begleitet, so dass er ebenfalls in den Genuss der zweiten Konzertkarte kam. Die Entfernung war kein Problem. Innerhalb von zwei Stunden waren wir von meiner Haustür in Hann. Münden in Würzburg.

Würzburg ist eine schöne Stadt, aber die Posthalle, in der das Konzert veranstaltet wurde, sah auf den ersten Blick nicht sehr einladend aus. Zuerst dachte ich, wir seien am falschen Ort. Der Eingang sah aus wie der Lieferanteneingang einer verfallenen Fabrik. Kein Mensch vor der Halle. Eine Stunde vor dem Einlass war noch alles verschlossen. Der schäbige Seiteneingang war aber tatsächlich der Haupteingang ! Bald tauchte Security – Personal auf, das uns bestätigte, dass "alles gut sei"…
So nach und nach fanden sich dann auch immer mehr Leute vor der Halle ein. Nicht alle Anwesenden hatten wirklich Ahnung von der Band-Historie. Einige waren zum ersten Mal (!) auf einem Heep-Konzert und fragten, ob das noch die "Alten" seien oder eine Coverband. Dass ließ mich auf den Plan rufen und ich stellte in einem kurzem Abriss der Bandgeschichte klar, um was es sich hierbei handelt. Auch erklärte ich, dass langjährige Stammmitglieder dabei sind / waren. Und dass der "alte" Drummer Lee Kerslake leider ersetzt werden musste. Und der Bassist auch schon seit 1976 dabei sei. So war für diese Besucher vor der Halle die "Heep-Welt" wieder in Ordnung und sie äußerten sich sehr gespannt.
Sie wurden sicherlich nicht enttäuscht…

Im Innern der Halle war das übliche Sortiment aufgebaut. Catering und Merchandising. Die Halle war durch einen riesigen schwarzen Vorhang abgeteilt. Sie war eigentlich wesentlich größer, aber offenbar erwartete man nicht allzu viele Zuschauer. Dennoch war es eine passende Location. Wie immer bei Uriah Heep – Konzerten: Nett und klein…

Ich hätte das Glück, rechtzeitig in die Halle zu kommen und ergatterte mir einen Platz direkt vor der Bühnenabsperrung in der ersten Reihe. Klasse. Genau mittig vor der Bühne auf Tuchfühlung mit der Band. Hier bewegte ich mich auch nicht mehr weg. Die Halle füllte sich zuerst nur sehr langsam. Kurz vor Beginn erblickte ich aber hinter mir nur noch Köpfe. Es schien also rappelvoll geworden zu sein. Mein Freund, der mehr rechts hinten stand, bestätigte meine Einschätzung. Es waren ca. 700 – 800 Besucher anwesend. Wie auch in Bad Arolsen viele ältere Semester (so wie ich und älter  ). Erwähnenswert ist aber auch der große Anteil jüngerer Fans, die offenbar mehr von der neuen Besetzung wussten als die Älteren. Neben mir stand ein 27jähriger, der nach eigenen Aussagen auf jedes Konzert geht. Wir beide kamen sehr angeregt ins Gespräch. Seine (sehr junge hübsche) Freundin schien allerdings nicht so sehr der Fan zu sein. Was soll’s. Meine Gattin wollte ja auch nicht mit…

Pünktlich um 20:00 Uhr überkam uns alle in der Halle donnerndes Getöse. Der Bühnenhintergrund mit dem Motiv von „Into The Wild“ wurde hell angestrahlt. Nanu, keine Vorgruppe ? War ja eigentlich angekündigt. Tatsächlich ging es gleich auf’s Ganze !

„Meine“ Heeps betraten überraschenderweise bereits jetzt die Bühne. Die Halle erfüllte sich mit Jubeltönen und Beifall. Das Konzert begann gleich mit einem Power-Song von „Into The Wild“. Nämlich „I’m Ready“.

Es folgten „Return To Fantasy“ und „Stealin“. Ein sehr guter Anfang.
Das Publikum war außerordentlich gut drauf. Nicht im Ansatz die typische Zurückhaltung. Es wurde gleich mitgesungen, gerockt, getanzt, und es gab jede Menge Beifallsbekundungen nach jedem Solo oder anderen musikalischen Einlagen.

Besonders erwähnenswert war der absolut gute Sound. Jedes Instrument war deutlich wahrnehmbar und Bernie Shaw sang sich von Beginn an die Seele aus dem Leib. Keinerlei Schwächen, wie sonst am Beginn von Heep-Konzerten, beim Mixer. Die Band wird von Mal zu Mal besser, habe ich den Eindruck. Nicht zu fassen, wie die das schaffen, bei den vielen
weltweiten Konzerten. Russel Gilbrook trommelte wie ein Tier. Bestimmt nimmt er auf jedem Konzert 10 Kilo ab… Trevor Bolder spielte sich am Bass die Finger wund.

Im weiteren Verlauf wurde überraschenderweise „Trail Of Diamonds“ gespielt. Am Beginn, als der Song mit den ersten einschmeichelnden Orgeltönen und dem wummernden dezenten Drums angespielt wurde, ging ein „Raunen“ durch die Menge.
Viele kannten wohl schon diesen „Über – Song“.

Ich hatte wieder Mal das große Glück, einen Song, der bisher nicht auf der Playlist stand, dargeboten zu bekommen. Mick hatte leider 1 bis 2 Sekunden Probleme mit dem Gitarren-Amp. Gerade in der ruhigsten Phase mitten im Song gab es eine Rückkopplung. Mick war sichtlich gefrustet, aber das Publikum hielt zum Teil fairerweise die Daumen hoch.
Da grinste der gute Mick wieder ! Und er ließ sich auch den Rest des Abends die Laune nicht mehr verderben.

Alle fünf waren in hervorragender Stimmung. Auch das Publikum. Es verleitete Bernie Shaw zu der Aussage, dass er nicht glaube, dass heute Sonntag sei ! „Tun wir einfach alle so, als wäre es Freitag“, sagte er. Und er lachte. „It’s fantastic…“ war an diesem tollen Sonntagabend von Mick und Bernie des Öfteren zu hören.

Die Band spielte professionell und virtuos. Perlen wie „Rainbow Demon“ rundeten den Klasse-Songreigen ab. Das Lied kam durch die druckvollen Drums von Russel Gilbrook besser rüber als das Original. Auch „Look At Yourself“ lebte durch die Erweiterung am Schluss auf. Der Song wurde so gespielt wie auf dem Live-Album „Live At Kawasaki“.
Ein bluesähnlicher zweiteiliger Instrumental-Teil am Schluss, der sich immer schneller steigerte, mit einem sagenhaften Solo von Mick Box !

Eine der Zugaben war „Free ‘n‘ Easy“. Die Band holte einige Leute aus dem Publikum zum Headbangen und Luft-Gitarre spielen auf die Bühne. Es kamen ungeplant immer mehr Leute. Eigentlich hätte auch ich mitmachen können. Aber ich konnte die ungeplante Entwicklung nicht einschätzen und hielt mich zurück. Beim nächsten Mal mache ich auch mit…  Die Band mit bestimmt 10 oder 12 Menschen aus dem Publikum zelebrierten bei „Free ‘n‘ Easy“ eine Riesen-Party auf der Bühne. Inklusive Umarmungen, Foto-Shootings und herzlichen Sympathie – Bekundungen.
Einfach nur schön…

Und das war noch nicht alles. Easy Livin‘ und der Klassiker „Bird Of Prey“ (glockenklarer Chor) rundeten das tolle ausgiebige Konzert nach gut zwei Stunden ab.

Ich habe wenigstens wieder Mal ein Gitarrenplektrum von Mick ergattern können.
Schön abgewetzt und bespielt !

Am Schluss die Playlist:

I’m Ready
Return To Fantasy
Stealin‘
Rainbow Demon
Money Talks mit Drum-Solo
Nail On The Head
The Wizard
Into The Wild
Trail Of Diamonds
Gypsy
Look At Yourself mit Instrumental
Kiss Of Freedom
July Morning
Lady In Black

Zugaben:
Free n’ Easy
Easy Livin’
Bird Of Prey

Allen, die das Konzert noch vor sich haben, sei gesagt, es lohnt sich. Die Band ist in einer sehr guten Verfassung.

Gott weiß, wie sie das machen.
Viel Spaß !!!

Gruß
Martin Böhmer


Uriah Heep läuft zu Höchstform auf

Von Lars Fischer
Worpswede. Was macht eigentlich den Unterschied aus zwischen legendären Bands, die immer noch irgendwie ganz ok sind, und solchen, die nach wie vor verdammt rocken? Mit einem Zuviel – oder Zuwenig? – an Alter, gesunder Lebensweise oder Experimentierfreude lässt es sich nicht schlussendlich erklären. Fakt ist, Uriah Heep ist auch im 42. Jahr ihres Bestehens eine Band, die immer noch als Maßstab für eine perfekte Hardrock-Show steht. Mehr noch: Jetzt zeigte sie sich stärker als bei allen bisherigen Auftritten in Worpswede in den vergangenen zehn Jahren.

© Hasselberg
Seit 42 Jahren im Rampenlicht und noch kein bisschen müde: Uriah Heep präsentiert sich in Worpswede in bestechender Verfassung. Uriah Heep macht einfach vieles richtig, was Kollegen aus der Gründerzeit des harten Rocks über die Jahrzehnte manches Mal aus den Augen verloren haben. Zu der gut austarierten Balance zwischen moderat modernisierten Klassikern und neuen Songs im dezent erweiterten Fahrwasser kommt eine Fitness, Frische und Präsenz, die mit jedem Newcomer mithalten kann. Ob es daran liegt, dass es erst die zweite Show einer monatelangen Welttournee ist?

Dass die fünf Herren auf der Bühne alle keine 20 mehr sind, sieht man – hören und spüren kann man es nicht. Der jüngste im Bunde ist Schlagzeuger Russell Gilbrook, der auch als letzter zur aktuellen Besetzung hinzukam. 2007 ersetzte der 46-Jährige Lee Kerslake, der aus gesundheitlichen Gründen die Drumsticks nach 35 Jahren abgeben musste. Sein entschlossenes Spiel treibt die Band voran. Es scheint fast, als käme er mit seinen zwei doppelten Basstrommeln und den aggressiv scheppernden Becken aus, so sehr ist sein Spiel auf diese Teile seines Sets konzentriert. Auch wenn Uriah Heep nicht dem Heavy Metal zuzurechnen ist – den im wahrsten Sinne des Wortes eisenharten Stil ihres Drummers charakterisiert dieser Begriff eigentlich treffend.

Präzision und Tempo

Mit Trevor Bolder steht ihm ein Bassist zur Seite, auf dessen Dienste schon David Bowie in seiner Ziggy Stardust-Ära zurückgriff. Der 61-Jährige, der auch als Produzent und Komponist auf neueren Heep-Alben fungiert, gehört bereits seit dem Ende der 70er-Jahre zur Formation und ist nach wie vor an Präzision und Tempo kaum zu überbieten. Zusammen mit Gilbrook liefert er der Band ein höchst belastbares Rückgrat, das Energie und Dynamik garantiert. Umso leichter fällt es Keyboarder Phil Lanzon und Gitarrist Mick Box, dem letzten verbliebenen Originalmitglied, darauf die Melodien aufzubauen. Sänger Bernie Shaw, stimmlich in allerbester Verfassung, kann schließlich sowohl als durchsetzungsstarker Shouter als auch als akzentuierender Sänger überzeugen.

Gerne werden die Refrains mit mehrstimmigem Chorgesang der übrigen Bandmitglieder ausgestaltet. Das sorgt für ein wenig mystische Aura, die bei der Band, die sich nach einem äußerst unsympathischen Anwaltsgehilfen aus Charles Dickens “David Copperfield” benannte. Zurück geht dieses märchenhafte Image vor allem auf das vierte Album, “Demons and Wizards” von 1972, von dem noch immer drei Songs im Programm sind. Mit “Gypsy” geht es sogar weiter bis zur Debüt-LP, die ein Jahr nach der Bandgründung 1970 erschien. Shaw und zeitweise auch Box moderieren das Konzert wie eine Zeitreise, fügen die Entstehungsdaten der zahlreichen Klassiker oft hinzu und haben so keinerlei Mühe, auch für ihre neueren Stücke, die nicht unbedingt herausragend, aber durchaus hörenswert sind, Zustimmung zu erhalten.

Am Tag des Auftritts ist mit “Into the wild” das 23. Studioalbum auf den Markt gekommen, das mit sieben Songs die ungewöhnlich lange Setliste dominiert. Die Klassiker sind dabei allerdings geschickt verteilt, weitere Songs aus der jüngeren Bandgeschichte gibt es dafür nur wenige. 19 Songs in knapp zwei Stunden servieren die Briten, mit großer Einsatzfreude und ebensolcher Lautstärke, die ebenfalls an die Grenzen geht ohne sie zu überschreiten. Ganz am Schluss stehen – wie könnte es anders sein – natürlich “Lady in black” in einer leider etwas lieblos aufbereiteten Version und, schon in der einzigen Zugabe des Abends, “Easy livin”.

Bis dahin haben die Fans in der ausverkauften Music Hall alles das bekommen, was sie von Uriah Heep erwarten können. Volle Rockbreitseiten, psychedelische Ausflüge, satte Soli und reichlich Gelegenheit zum Mitsingen und Headbangen. In dieser bestechend guten Verfassung ist Uriah Heep auch im fünften Jahrzehnt ihres Bestehens und nach drei Dutzend Besetzungswechseln noch immer eine hieb- und stichfeste Trutzburg im hart umkämpften Hardrock.

Quelle: http://www.weser-kurier.de/Artikel/Region/Landkreis-Osterholz/362604/Uriah-Heep-laeuft-zu-Hoechstform-auf.html


Rock-Dinos in voller Fahrt

19. April 2011 | 03:20 Uhr | Von Holger Heldt

Das fetzt: “Uriah Heep” mit Urgestein Mick Box in Flensburg – so gut wie damals. Foto: Dewanger

Das Roxy-Concerts will in diesen Wochen nicht zur Ruhe kommen – ein Konzertkracher jagt den nächsten. RC-Chef Mike Rossow sei Dank. Dem war es am Sonnabend wieder einmal gelungen, seinen “Rockgourmets” einen exquisiten Ohrenschmaus auf die Karte zu setzen. Uriah Heep – satt!

Das Roxy war voll. Eine endlos lange Warteschlange vor dem Einlass hatte so etwas bereits erahnen lassen. Vorfreude, die sich Stunden später in Begeisterung auflösen sollte. Und das Erfolgsrezept dieses phänomenalen Rockkonzertes war so simpel wie schmackhaft und verdaulich. Man verwandle die Bühne in Teufels Küche und serviere dann Uriah Heep. Feurig-scharf mit altbewährten Zutaten; aber frisch zubereitet statt nur aufgewärmt.

Zur Begrüßung durch Leadsänger Bernie Shaw gab es ein urschreiartiges “Are you ready!”, das in jedem Winkel des Roxy-Concerts sein Echo fand. Das dreizehngängige “Heep-Menue”, es war angerichtet. Mit allen Uriah-Klassikern aus ihrer goldenen siebziger Decade (“Return to fantasy”/”The wizzard”/”Sweet Lorraine”) sowie vier Kreationen der frischgepressten LP “Into the wild”.

Die Band um den einpeitschenden Frontmann Shaw lief unweigerlich zu ungeahnten Höchstformen auf. Allen voran Leadgitarrist Mick Box, Vollblutmusiker seit der Geburt des “urigen Haufens” 1969. Und unglaublich, aber wahr: zweiundvierzig Jahresrunden im Ring. Ohne K.o. Sein permanent breites Grinsen zwischen weißer Mähne und schwarzer Sonnenbrille verriet es; der Mann will einfach nur spielen. Und wie! “Look at yourself” – mit einem derartig diabolischen Gitarrensolo, welches, getränkt in bizarre Effekte, das Publikum kurzzeitig in Hypnose versetzte. Der nicht enden wollende “July morning” lieferte den endgültigen Beweis: Rock-Dinos wie Mick Box können gar nicht aussterben.

Und dann waren da ja auch noch die beiden unverkennbaren “Uriah Heep”-Markenzeichen: Hammond-Orgel und Chorgesang. Bei “Gypsy” brachte Phil Lanzon sein schweres Tastengerät derartig zum Röhren und Grollen, als wäre eine Horde Saurier im Anmarsch. Der fast schon sopranöse tutti Chorgesang entführte das Publikum in die “mystische (Unter)welt der Ahas und Uhus”. Nur Engel singen schöner. Eine fulminante Rhythmusleistung lieferten Drummer Russell Gilbrook und Trevor Bolder (spielte schon bei David Bowie) am Bass.

Ein sichtlich begeistert-erschöpftes Roxy-Publikum entließen die “Heepies” dann mit zwei Nachspeisen aus ihrer Teufelsküche. Der ewigen Partykeller-Engtanznummer “Lady in black” und als einzige Zugabe die Losung für den Heimweg: “Easy livin’”. Bei aller derzeitigen globalen Energiediskussion bleibt nach diesem Konzert die absolute Sicherheit: die “U.H.”-Kraftwerklaufzeit kann bedenkenlos um weitere 40 Jahre verlängert werden.

Quelle: http://www.shz.de/nachrichten/lokales/der-inselbote/artikeldetails/article/803/rock-dinos-in-voller-fahrt.html


URIAH HEEP – 30.4.10 in Amriswil (CH) – Review von Alex Burlet

An 5 verschiedenen Schweizer Orten machten Uriah Heep in der letzten Aprilwoche Station und zeigten ihr “Celebration”-Tourprogramm. Ich besuchte das Konzert letzte dieser Serie zusammen mit meinem Freund Martin, der Heep noch nie live gesehen hat. Bei mir war es nach dem verpassten Gig letztes Jahr in Arbon (zusammen mit Deep Purple) auch schon wieder etwas mehr als 2 Jahre her, damals am Heitere Open Air (zusammen mit Pegasus, In Extremo und Gotthard).

Im Vorprogramm standen zwei Gruppen. Effektiv spielte dann aber nur die deutsche Midnite Sky ihr Heavyrock-Programm rund eine Dreiviertelstunde. Die Musik dieser vierköpfigen Band gefiel mir gar nicht so schlecht, nur der Sänger lag nach meinen Gefühl stimmlich etwas zu hoch, was ihn in seinen Möglichkeiten zu einer besseren Gesangsdarbietung hinderte. Vom Tempo und Melodie her sicher eine recht gute Hardrockband, die vermutlich in Deutschland auch schon etwas bekannter ist.

Die Schweizer Gruppe Sterling wurde dann aus welchen Gründen auch immer nach Uriah Heep angekündigt. Frage mich, wer da noch geblieben ist. Wir beide jedenfalls nicht. Das Pentorama ist eine relativ neue Mehrzweckhalle in Amriswil (weniger als eine halbe Stunde von Konstanz entfernt) und dank seiner fünfeckigen Form vielseitig bestuhlbar. Zwei Bars waren im hinteren Bereich aufgebaut und in der etwas rückgezogenenen fünften Ecke waren auch Festbänke zum Sitzen/Konsumieren. Die schätzungsweise über 700 Zuschauer waren meist so um die Vierzig/Fünfzig, es gab aber auch jüngere Zuschauer.

So gegen 21.30 Uhr waren die Umbauarbeiten und die Instrumentenabstimmung beendet und unter blendendem Schweinwerferlicht schlichen sich Bernie, Mick, Phil, Russel und Trevor auf die Bühne. Der Wecker schrillte und es ging gleich mit Wake the Sleeper die Post ab. Es folgte einer meiner Lieblingstitel Return to Fantasy. Dann das erste ganz neue Stück Only Human, gefolgt von Book of Lies, dann ein starkes Bird of Prey und dem zweiten (für mich stärkeren) neuen Song Corridor of Madness. Dann Love in Silence mit dem noch immer Gänsehaut erzeugenden Mittelteil. Inzwischen hat der Mann am Mischpult die letzten Korrekturen vorgenommen, so dass Bernies Stimme sich nicht mehr überschlug. Dann wurde es etwas ruhiger, gefühlvoller mit Rain. Dann The Wizard, glaube ich noch gar nie live gehört zu haben (kann das sein???). Die Stimmung in der Halle war am kochen und mit Free Me wollte das Publikum natürlich gerne Mitsingen. Dann Sunrise, für mich noch immer einer der Klassiker überhaupt. Mike kündigt Free ‘n’ Easy als ersten Heavy Metal Song der Geschichte an und tatsächlich knallen sie das Stück in einem Tempo dahin, dass keiner ruhig stehen blieb. Gypsy wird sofort erkannt und die Band spielt mit zahlreichen Solopassagen auf ehe man nochmals ein Song von WTS Angel Walk with You spielt. Den vorläufigen Abschluss macht July Morning, für mich an diesen Abend (einmal mehr) das Überflieger-Stück. Was hier an Krafteinlagen, anders kann ich es gar nicht ausdrücken, geboten wurde ist wohl einmalig. Jedesmal flippe ich wieder aus, wenn Trover seinen Bass in die Höhe reisst und ebenfalls eindrücklich mit welchem Einsatz Russel auf seine Trommeln hämmert. Das Publikum ist vollauf begeistert und die Band verabschiedet sich in die Zugabenpause…

Nur kurze Zeit später sind sie zurück um mit Easy Livin’ und Lady In Black nochmals voll einzuheizen. Das Publikum dankt es mit begeistertem Mitsingen bei der schwarzen Lady. Das Konzert dauerte rund anderthalb Stunden und war beste Werbung für eine vitale Rockband, die alte und neue Songs gekonnt umsetzt und vier Jahrzehnte Rockgeschichte vortrug.

Alex Burlet, 3. Mai 2010


KEN HENSLEY “Blood On The Highway” – Hamburg (Fabrik), 22.05.07 (Review von Ralf Schünemann)

KEN HENSLEY feat.
JOHN LAWTON, GLENN HUGHES, JORN LANDE und EVE GALLAGHER

Weltpremiere der Rockoper
„BLOOD ON THE HIGHWAY
When Too Many Dreams Come True”

Hamburg (Fabrik), 22.05.2007

Gerade 6 Tage war es her, da saß ich im Zug nach Bochum, um endlich wieder gute Livemusik zu hören. Nun war es schon wieder so weit. Diesmal fuhr der Zug in Richtung Hamburg. Dort hatte ich durch Stay On Top in den letzten Jahren viele neue Freunde gefunden und freute mich schon darauf. Diesmal erwartete mich die Uraufführung von Ken Hensley’s Lebensgeschichte “Blood On The Highway“. Also schon ein ganz besonderer Anlass für einen Uriah Heep- Fan.

Nach dem Einchecken im “Schanzenstern“ (bei SOTern bestens bekannt) fuhr ich, wie mit John Lawton in Bochum verabredet, Richtung Innenstadt, um ihn in seinem Hotel zu treffen. Dort im Foyer war zu meiner Überraschung bereits die ganze Band versammelt, mit Ausnahme von Glenn Hughes. Monika und Ken Hensley kamen etwas später dazu.

Es war von Anfang an eine große Unruhe durch Medienvertreter vorhanden, die sich für “unsere“ Musiker sehr interessierten. Intensive persönliche Gespräche wie zuletzt in Bochum waren deshalb leider nicht möglich. Trotzdem war es interessant, einmal den privaten Unterhaltungen der Musiker und Manager zu folgen und diese netten Leute teilweise auch kennen zu lernen. Ich war als Mitglied dieser Tischrunde akzeptiert.

Allgemeine Hektik kam auf, als Glenn seinen Manager per Handy anrief, dass er am Flugplatz fest sitzt und wohl nicht kommen kann (Streik in Italien…). So zog ich es schweren Herzens vor, diese nette und interessante Runde vorzeitig zu verlassen, um nicht noch mehr Unruhe in diese unglückliche Situation zu bringen. Es wurde jetzt hektisch diskutiert, wie es mit dem Auftritt ohne Glenn weiter geht…
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So verbrachte ich den weiteren Nachmittag damit, Hamburg zu Fuß zu erkunden (Schwerpunkt: Schallplattengeschäfte…;-). Als ich in meinem Hotelzimmer noch eine kleine Ruhepause einlegen wollte, klingelte zum ersten mal das Handy. Überraschender Weise hatten es Maggie und Chris vom LHS-Fanclub geschafft, nach Hamburg zu kommen. Eine Verbindung besteht hier bekanntlich durch John Lawton. Beide hören aber auch gerne Ken Hensley und Uriah Heep. Und ich wiederum die Les Humphries Singers. Verschiedene Musikstile müssen sich nicht zwangsläufig widersprechen. Ich brach also gleich auf, um die beiden endlich mal persönlich kennen zu lernen und über unsere Musik zu plaudern.

Weitere überraschende Bekannte und “neue Gesichter“ traf ich nach und nach im Laufe des Abends. Danke auch an alle, die mich dort einfach so angesprochen haben, so z. B. ein Mitglied unseres SOT- Forums, den ich noch nicht persönlich kannte. Es ist schön, auch in fremder Umgebung unter Gleichgesinnten zu sein. Das hatte schon beinahe den Charakter eines Familientreffens. Musik verbindet…;-))).

Der Einlass verzögerte sich um mehr als eine halbe Stunde. Die Band musste durch das Fehlen von Glenn Hughes vieles umarrangieren. Das war zusätzlicher Stress für die Akteure. Die wartenden Konzertbesucher waren aber sehr geduldig und blieben friedlich (ich habe es auch schon anders erlebt). Dann war es endlich so weit und die disziplinierte Menschentraube löste sich schnell auf.

Etwa gegen 21:40 betraten die Musiker die Bühne. Sie wurden mit lautem Jubel begrüßt und konnten bereits mit dem ersten Song der Ken Hensley Story voll begeistern. Kräftiger Applaus war die verdiente Belohnung. Ken Hensley war sichtlich gerührt. Selten habe ich Ken so herzlich lachen gesehen… Die Begeisterung setzte sich weiter fort, denn die gebotene Musik war hochklassig. Spielfreude und Klasse steigerten sich mit jedem Song. Das fachkundige Publikum wusste dies zu würdigen.

Es mögen vielleicht 500 Leute in der Fabrik gewesen sein, etwa die Hälfe davon geladene Gäste und Medienvertreter. Für einen normalen Dienstag Abend aber gut besucht.

Als John Lawton schließlich für seinen Gesangspart “It Won’t Last“ die Bühne betrat, war eine weitere Steigerung in der Stimmung zu spüren. Allein die Ausstrahlung dieses Mannes kann schon mitreißen. Sein Gesang war perfekt und wie gewohnt mit bluesigem Touch. Ganz toll gemacht. Und es ging immer weiter, Schlag auf Schlag. Unglaublich, was dort an hochklassiger Rockmusik von bedächtig bis heavy geboten wurde. Mit “The Last Dance“, ebenfalls ein Meisterwerk von Ken, gab es schließlich einen bombastischen Abschluss dieser musikalisch hochwertigen “Blood On The Highway-Story“, begleitet von einer kleinen Gruppe attraktiver Streicherinnen, die im Live-Klang leider etwas untergingen (hoffentlich auf der DVD besser zu hören).

Nun gab es eine verdiente Spielpause. Niemand ahnte, dass es danach noch eine weitere (unglaubliche) Steigerung geben würde… Mit einer sehr guten Heavy-Version von “Brown Eyed Boy“ begann ein Spektakel, das man auch als “Uriah Heep – The Very Best Of“ hätte bezeichnen können. Der Meister selber setzte die Akzente. Bereits bei diesem ersten Song (wurde der jemals live gespielt?) kam altes Uriah Heep-Feeling auf.
Unglaubliche Reaktionen aus dem Publikum erlebte man bei den ersten Orgeltönen zu “Circle Of Hands“, gespielt vom Meister persönlich. “…aaah… und …oooh…“ war von überall zu vernehmen, dann andächtige Stille. “Easy Livin’“ schließlich riss alle vom Hocker. Und der andere Meister, John Lawton, brachte eine “Free Me“- Version mit überraschendem Blues-Feeling.
Die Akteure hatten das Publikum längst auf ihrer Seite, da lösten die Anfangstöne von “July Morning“ erneut einen Begeisterungssturm aus. Als John dann anstelle von “July Morning“ sang “on a Hamburg evening“, gab es kein Halten mehr. Ein Tribut an seine Wahl-Heimat Hamburg, wo seine Karriere einst begann… Vielleicht auch seine Wiedergutmachung für den ebenfalls 2004 in Hamburg angekündigten Bühnenrücktritt?

Eve Gallagher und John Lawton sangen “Rain“ im Duett. John wie immer souverän. Eve kraftvoll und energiegeladen. Sie konnte bereits bei ihrem Gesangspart im ersten Teil überzeugen. Für meinen persönlichen Geschmack hätte bei diesem sanften Song allerdings besser ein zartes Stimmchen gepasst. Aber musikalisch trotzdem ein Genuss!

Es gab noch weitere tolle Heep- Songs zu hören. Es ging Schlag auf Schlag, Hit auf Hit. Ein Paradies für Uriah Heep- Fans. Und natürlich wurde am Schluss auch noch den reichlichen Zugaberufen Folge geleistet. So sang der Meister selbst die “Schwarze Lady…“. Alle anderen Akteure übernahmen hier die Backing- Parts. Zugegeben, diese extrem rhythmisch gestaltete Version hatte etwas von moderner Unterhaltungsmusik. Aber genau das wollte die Mehrheit der Anwesenden in diesem Moment hören. Wir “Fachleute“ sollten an dieser Stelle einfach mal beide Augen …äh… Ohren zudrücken, ok? Immerhin sang dies der Meister persönlich!

Aber immer noch gab das Publikum keine Ruhe. Die Akteure hatten bereits die Bühne verlassen, der Applaus wollte nicht enden. So kehrten sie zurück und wir kamen viel umjubelt in den besonderen Genuss von „Gypsy“.

Es war schon nach Mitternacht, als die Bühne endgültig dunkel wurde. Aber für die Musiker begann jetzt erst noch die Handarbeit. Ohne Übergang wurden nun Autogramme geschrieben, wobei ein John Lawton (ich kenne ihn nicht anders) keine Scheu hatte, sich den paketweise dargebotenen Schallplattenstapeln, Fotos und Postern zu stellen. Für alle hatte er ein nettes Wort. Woher nimmt er diese Energie? Ich stand zeitweise direkt daneben und bekam allein schon vom Zusehen Schreibkrämpfe…;-). Trotzdem “übersah“ er während dessen niemanden von uns SOTern in der Menge, was er jedem von uns sozusagen im Vorübergehen durch kurze Worte und nette Gesten zeigte. Von Ken leider keine Spur… Ich vermute, dass er lieber backstage Autogramme verteilte.

Ich stand noch lange dort mit SOTern und Freunden. Auch mit vielen, die ich vorher gar nicht kannte und bekannten Gesichtern aus der regionalen Musik-Szene. Das ist Hamburg…

Was Ken Hensley betrifft, war dies mein bisher bestes Live-Erlebnis. So gelöst und musikalisch in Form habe ich ihn auch mit der Hensley-Lawton-Band oder etwa beim SOT- Meeting 2006 in Homburg mit der hochklassigen Uriah Heep- Coverband Circle Of Hands noch nicht erlebt. Er war in so guter Verfassung, dass er manchmal regelrecht über die Bühne “hüpfte“. Und Ken genoss jede Art von Anerkennung sichtlich…

Fazit: wir erlebten in Hamburg das große Werk eines großen Meisters. Ken Hensley hat seine Klasse bewiesen. Ich wünsche ihm viel Erfolg für “Blood On The Highway“ Sollte er damit auf Tour gehen – Ich bin dabei!

John Lawton wird mit jedem Auftritt ausgereifter. Seine Stimme hat in letzter Zeit einen herrlichen Blues bekommen. Sein Abschied 2004 ist ab sofort vollendete Vergangenheit, “John Lawton is back…!“. JOHN, ziehe bitte weiter deinen eigenen Stil durch. Dann bist du der Größte! – Ich “überprüfe“ das dann im Oktober beim sHeep- Market, ok?

Jorn Lande war für mich eine tolle Entdeckung. Eine kraftvolle Stimme zwischen Purple und Heep. Er sang seine Parts kraftvoll und gut.
Mit Eve Gallagher erlebte Hamburg eine Sängerin mit enormer Stimme und Ausstrahlung. Nicht immer passend zu Hensley/ Heep, aber gesanglich hochklassig.
Ein besonderes Lob auch an die übrige Band – alles stimmte an diesem Abend. Ihr wart großartig!

Ken, this was a very great work! – Well Done !!!

Heep On!
Ralf Schünemann

Fotos gibt’s >> HIER


KEN HENSLEY “Blood On The Highway” – Hamburg (Fabrik), 22.05.07 (Review von Martin Wolter)

KEN HENSLEY feat.
JOHN LAWTON, GLENN HUGHES, JORN LANDE und EVE GALLAGHER

Weltpremiere der Rockoper
„BLOOD ON THE HIGHWAY
When Too Many Dreams Come True”

Hamburg (Fabrik), 22.05.2007

Am 22. Mai 2007 fand um 21 Uhr in der Fabrik in Hamburg die Uraufführung des Konzeptalbums >Blood on the Highway< von Ken Hensley statt. Einleitend möchte ich bemerken, dass die Räumlichkeiten den idealen Rahmen bildeten für einen im Ganzen gelungenen Auftritt. Leider war das Konzert nicht ausverkauft, was der großartigen Stimmung der zum größten Teil wohl jenseits der 40 Jahre befindlichen Anhänger ( bin auch schon 46 ) keinen Abbruch tat. Im Gegenteil, man konnte sich frei bewegen und die Jungs und Mädels auf der Bühne von allen Seiten gut beobachten. Nachdem die ersten drei Stücke des Albums für meine Ohren ein wenig übersteuert und dumpf rüberkamen, überzeugte das übrige Album zumindest mich als bekennenden Heep-Fan der 70er Jahre vollkommen. Das war guter, handgearbeiteter Rock wie zu den besten Uriah Heep Zeiten. Begeistert hat mich insbesondere der Auftritt von John Lawton beim Song >It won´t last< sowie der folgende Auftritt der Sängerin Eve Gallagher mit >Think twice<. Höhepunkt von Part I war für mich jedoch das Stück >The last dance<, welches Ken Hensley selber vortrug. Es waren schon immer seine Balladen, die mich am meisten faszinierten, die Stücke, die einen wirklich großen Songwriter auszeichnen. Und auch, wenn ich Ken Hensley nicht persönlich kenne, sondern bei seiner Beschreibung immer wieder auf das Urteil anderer Leute zurückgreifen muss, die ihn häufig als schwierig, ja teilweise arrogant bezeichnen, empfinde ich eines unbestritten: Er ist und bleibt einer der größten Komponisten der Rockgeschichte! Das Album gehört für mich in seiner Gesamtheit zu einem der besten der letzten Jahre wenn nicht Jahrzehnte. Obwohl ich keinen Song vorab gehört hatte, fühlte ich mich gleich in dem Sound wohl und zuhause. Dieses Feeling hatte ich zum letzten Mal 1977 auf meinem Sofa im Jugendzimmer, als ich >Innocent Victim< rauf und runter gehört habe. Nach einer wohlverdienten Pause von ca. 20 Minuten begann Part II mit alten Uriah Heep Klassikern. Dieser Auftritt hinterließ bei mir gemischte Gefühle. Ich bin und war immer ein großer Freund von John Lawton´s Sangeskünsten und der Mann verfügt noch immer bzw. mehr denn je über eine brillante Stimme. Allerdings kam diese nur bei >July morning< richtig zur Geltung. Es ist durchaus schön und wünschenswert, wenn im Bereich von Rockmusik ab und zu einmal frei interpretiert wird, das unterscheidet dieses Genre doch auch von dem Playback-Popgedudel. Aber wie sagte Dieter Bohlen (hoho, welche Provokation des Lesers) doch so schön in der letzten DSDS-Staffel zu Max Buskohl: „Der Komponist hat sich beim Schreiben der Melodien und einzelner Passagen insbesondere von Balladen, die ja davon leben, durchaus etwas gedacht und sein ganzes Herzblut hineingelegt. Dann kann er auch erwarten, dass der Song auf diese Weise vorgetragen wird.“ Und wenn Bohlen auch viel Mist redet, so hat er für mich in diesem Punkt recht. Ein dickes Minus daher von mir für die Duett-Interpretation meines absoluten Lieblingssongs >Rain< vom Heep-Album > The magicians birthday< Dieser Song hatte bei dem Auftritt all seine Melancholie verloren und spielt übrigens auch in meinem demnächst erscheinenden Kriminalroman >DER HEEP MÖRDER< (www.meadi.de, Anfragen an meadi@web.deDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) eine Rolle. Dafür allerdings muss ich dem Sänger Jorn Lande, der auch den größten Teil der Album-Songs interpretierte ein riesiges Lob zollen. Bei >Circle of hands< konnte er erstmals seine wirklich tolle Stimme zeigen. Alle Achtung, der Junge hat Zukunft! Und auch der Altmeister selbst, Ken Hensley, der viele seiner grandiosen Songs persönlich vortrug, entsprach oder vielmehr übertraf auch mit dem Gesang meine Erwartungen. Als dann allerdings nach fast drei Stunden hervorragender Musik bunte Neon-Stäbe verteilt wurden und die ersten Töne von > Lady in black< erklangen, war das dann doch zuviel des Guten und ich verließ, übrigens nicht als Einziger, den Saal. ( Martin Wolter >meadi< am 28. Mai 2007 )


JOHN LAWTON + ROCK CLASSIC ALLSTARS, Bochum (Zeche), 16.05.07 – Review von Horst Weilacher

Der Tag begann um 9 Uhr mit der Abfahrt in Pforzheim in Richtung Bochum.
Es erwarteten uns 385 km laut Routenplaner, was ja noch geht. Die Fahrt verlief recht unkompliziert und stressfrei, sodaß wir um ca 14 Uhr Im Foyer des Hotels standen. An der Rezeption meldeten wir uns an, einen kurzen Moment stand ein junger Mann neben uns, der uns bekannt vor kam, wie sich später noch herausstellen sollte.
Nach der Anmeldung gingen wir Richtung Hotelbar, wo sich bereits einige Fans tummelten, wie wir glaubten auch die Stay On Top Leute. Dies war tatsächlich so! Zunächst standen wir etwas ungläubig vor den Leuten, denn die Meisten kannte man bisher nur von Bildern und Mailing…

Da waren Gitta, ihre Freundin Susi, Ralf und …..John !
Mittendrin und unauffällig zwischen all den Fans – ein völlig lockerer John Lawton, der den Kontakt zu seinen Fans sucht. Auch Iris kam später dazu, wie auch Vroni und Max, weitere SOT-ler. Es waren auch Fans der RCA-Band da, der Fanclub der Rock Classic Allstars Bochum.
Zunächst einmal war grosses Hallo angesagt und John nahm richtig die Spannung gleich raus, indem er mich am Arm nahm und zu einem Foto posierte, das Ralf sofort festhielt. Mein erstes Foto mit John überhaupt !!
Früher stand ich immer hinter der Kamera… Überhaupt war die Stimmung sehr gut und es wurden lockere Gespräche geführt. Sogar Die LHS waren für John und Iris ein Thema, da sie Näheres zum Comeback in Bad Segeberg von uns wissen wollten. Wir erzählten bereitwillig, was wir wussten. Interessiert hörten alle zu.

Dann so gegen 15 Uhr war dann Soundcheck für John angesagt. So fuhren Gitta (als Fahrerin) und Ralf mit John ,Iris und John Springgate (Glitter Band) zusammen hinter der Managerin der Veranstaltung Richtung Zeche zur Probe.
Der Soundcheck dauerte etwa bis 17 Uhr, dann kamen alle zurück ins Hotel. Wir Fans haben uns dann noch etwas frisch gemacht, umgezogen und sind dann in ein nahe liegendes Restaurant gegangen, um uns noch etwas für den bevorstehenden Abend zu stärken. Von dort aus fuhren wir alle zusammen in einem Taxi zur Zeche. Wir, das waren Gitta, Susi, Roswitha, Ralf und Horst.

Angekommen bei der Zeche so gegen 19.45 Uhr war schon einiges los. Da wir ja bereits Eitrittskarten hatten, konnten wir direkt zum Eingang, wo auch gross stand: Ausverkauft! Zum Glück hatten wir uns die Karten rechtzeitig bestellt…
Ralf musste sich dann als Einziger einer grösseren Kontrolle unterziehen, da er auch die grösste Tasche dabei hatte. Aber er durfte soweit alles Wichtige mitnehmen, was uns auch freute, denn schliesslich hatten wir ja Einiges vor…
Gitta, Ralf und Horst trugen ein eigens von uns zusammen kreirtes T-Shirt mit einem tollen Bild von John und der Aufschrift „Music Is John Lawton“ , absolute Unikate.
So waren wir jetzt bestens gerüstet für die Show und begannen, uns durch die Menge in Richtung Bühne durch zu kämpfen, was relativ leicht möglich war. Die Leute dort waren wirklich sehr diszipliniert und alles verlief ohne Schwierigkeiten!
Pünktlich um 20 Uhr begann die Show!

Die Show begann mit den angesagten Klassikern aus den 70ern und es ging auch weiter mit Songs der GLITTER BAND, SWEET oder Rockklassikern von Toto,Foreigner,Argent, Status Quo, Whitesnake usw.
Die Besetzung der Band versprach eine grosse Vielfalt an Rock-und Popmusik, was auch wirklich gehalten wurde.

Die Band bestand aus:
Niko Arvanitis und Peter Szigeti an den Gitarren (beide Ex-Warlock)
Wolla Böhm – Gitarre (ex U.D.O.)
Jörg Andraczek – Bass (Powergod)
Jeff Brown – Bass (ex-Sweet)
Jürgen Reinert – Drums
Barney Brands,Thomas Frerich – Keyboards
Gary Moberley – Keyboard (ex Bee Gees Band)
Holger Auer, Bernd Martin, Jeanette E.A.– Backing-Vocals

Die Hauptacts wurden zu etwa gleichen Teilen vergeben an JOHN LAWTON sowie JEFF BROWN (ex-Sweet) – JOHN SPRINGGATE (ex-Glitter Band) und JOHN VERITY (ex-Argent)
Ergänzt wurde der Leadgesang mit einzelnen Nummern des Background-Sängers HOLGER AUER, der ebenso glänzen konnte.

Insgesamt betrachtet kamen alle anwesenden Gäste auf ihre Kosten, denn die Vielfalt der gespielten Klassikern war eine reine Hitparade der 70er und auch 80er Jahre.
Jeder, der mal in Bochum verweilt und die Möglichkeit hat, in ein Konzert der Rock Classic Allstars zu gehen, sollte dies auch tun. Es ist eine wunderbare „Auffrischung“ der guten alten Musik-Zeit.

Dieser Bericht soll als Ergänzung des tollen Konzertberichts von Ralf dienen und vielleicht auch etwas Lust auf einen Besuch in Bochum in derZeche machen.

Euch allen, die dabei waren noch mal ein herzliches Dankeschön für die tolle Zeit und für Euch daheimgebliebenen Leute wünsche ich eine Fortsetzung dieser Reihe mit JOHN !!!

Euer Horst.


JOHN LAWTON + ROCK CLASSIC ALLSTARS, Bochum (Zeche), 16.05.07 – Review von Ralf Schünemann

Beim Stay On Top-Jubiläum im September 2004 nahm John Lawton vor meinen Augen aus gesundheitlichen Gründen Abschied von der Bühne – eine Ära schien zu Ende zu sein…
Zum Glück blieb es nicht dabei. Nach einer “Schonzeit“ stieg er langsam mit einzelnen Gigs wieder ein. Schon seit Monaten freute ich mich, diesen Ausnahmesänger endlich wieder live zu erleben. Der “Rock Classic All Stars“- Auftritt in Bochum bot eine gute Gelegenheit und wurde trotz des ungünstigen Wochentages auch von anderen Fans genutzt.

Bereits am frühen Nachmittag traf ich John im Eingansbereich des Hotels. Er stieg aus dem Fahrstuhl, während ich dort im Foyer auf die anderen wartete. Es war eine herzliche Begrüßung und Wiedersehensfreude. Gut und erholt sah er aus. Nach und nach trafen auch die anderen Fans und Freunde im Hotel ein. Bald kam auch seine Frau Iris dazu. Es wurde eine herzliche und lustige Spontan-Gesprächsrunde, bevor John gegen 15 Uhr zum Soundcheck aufbrach.

Am Abend erlebten wir eine ausverkaufte Konzerthalle mit gut gelauntem Publikum. Wenn ich richtig gezählt habe, waren wir dort mit 13 Leute vertreten, die immerhin mitten in der Woche aus ganz Deutschland angereist waren (diesseits und jenseits des “Weißwurst-Äquators…“:-) und nun gut gelaunt in den vorderen Reihen standen. Wir erlebten ein Rock-Festival verschiedenster Stilrichtungen. Es gab viele besondere Highlights wie z. B. “Rock And Roll“ und “Hold Your Head Up“. John spielte schließlich seinen Part wie gewohnt souverän und hatte auf Anhieb das Publikum auf seiner Seite. Sein Gesang lässt mit reifer gewordener Stimme immer noch einen Schauer nach dem anderen über den Rücken laufen…

Im gemeinsamen “All Star“-Finale gab es nach mehr als 2 Stunden Konzert “Lady in Black“ und zum krönenden Abschluss eine flotte und nicht ganz ernst zu nehmende Version von “Yellow Submarine“, die von allen “All Stars“ gesungen wurde. Alle Akteure samt Publikum hatten dabei sichtlich ihren Spaß…:-)

Nach dieser tollen Show wurde die Zeche in eine Disco verwandelt. So verließen wir das Geschehen und suchten einen ruhigeren Ort. Den fanden wir nach einigem Hin und Her schließlich in unserem Hotel. Zur allgemeinen Überraschung saßen John und Iris dort bereits an der Bar und fragten spöttisch, wo wir so lange waren… Sie hatten sich aus der Zeche heimlich aus dem Staub gemacht.

Es wurde noch eine lustige Runde bis in die frühen Morgenstunden. Zum Glück brauchten wir dort nur noch in den Fahrstuhl steigen und ins Bett fallen… Beim Frühstück ging es dann weiter…

Die Songs:

Free’n’Easy
Es war der richtige Einstieg in eine laufende Show, die sich von Gary Glitter über Sweet und Argent in Richtung Hardrock gesteigert hatte. Gut gespielt und souverän gesungen. John in Bestform.

Still Payin’ My Dues To The Blues
John’s tolles Solostück von seiner gleichnamigen CD. Ein Stilwechsel in Richtung Bluesrock. Kraftvoll und Energiegeladen wie eh und je…

Come Back To Me
Spezielles Uriah Heep Feeling. Spürbares “knistern“ im Saal

Teil 2
Easy Livin’
Und wieder… ein Anheizer an der richtigen Stelle und zur rechten Zeit. Uriah Heep is back.

Sympathy
Zuhören und genießen. Herrlich improvisiert an einigen Stellen, oft überraschend, aber immer passend. Perfekt! Das kann nur einer…

Free Me
Der viel umjubelte Uriah Heep- Hit mit der Originalstimme. Dankbar vom begeistert mitgehenden Publikum angenommen. Für John Lawton kein Problem…

Finale (alle Akteure auf der Bühne)

Lady In Black
Ein Song, den John nicht gerne singt. Er wirkt etwas unkonzentriert. Wir hören die Strophen 1, 3, 3, 2, 4… in genau dieser Reihenfolge. Wer hat es bemerkt? Aufgehellte Gesichter beim Spontan-Intermezzo mit “Give Peace A Chance“ Das begeisterte Publikum singt wie immer aus voller Kehle mit…“ Ah-Ah-Ah…“ ;-)

All Star Team: Yellow Submarine (John Lawton im Background)
Ein Spaß-Song. Rockig gespielt und improvisiert. Alles lächelt, manches Auge tränt… John amüsiert sich sichtlich und biegt sich hin und wieder vor Lachen am Mikrofon. Ein toller Spaß für alle, egal ob auf der Bühne oder davor.:-)

Fazit

John ist zurück, Ken folgt bald, Uriah Heep arbeitet daran… Wir erleben ein großes Jahr 2007. Teilt euren Jahresurlaub gut ein. Einige Tage braucht ihr noch…;-)

Heep On!

Gruß
Ralf Schünemann


Fotos von der Acoustically Driven Tour 2006

Fotos

Hannover, Theater am AEGI (24.11.) – Fotos von Carsten Nödel

Karlsruhe, Johannes-Brahms-Saal (25.11.) – Fotos von Thomas Guthmann

München, Deutsches Theater (27.11.) – Fotos + Review von Mike Taylor

Stuttgart, Hegelsaal (29.11.) – Fotos von Johann Reinprecht

Bielefeld, Oetkerhalle (30.11.) – Fotos von Louis Rentrop

Bremen, Glocke (01.12.) – Fotos + Review von Louis Rentrop

Bielefeld (30.11.) + Bremen (01.12.) – Fotos von Marco van de Wielen

Bielefeld, Oetkerhalle (30.11.) – Fotos, Bericht + Interview mit MICK BOX von Wolf

Berlin, Friedrichstadtpalast (04.12.) – Fotos von Heiko & Carla Langner

Berlin, Friedrichstadtpalast (04.12.) – Fotos von Ab & Marjon van Mourik

Fürth, St. Paul Kirche (08.12.) – Fotos von Sebastian Baum

Wiesbaden, Kurhaus (07.12.) – Fotos von Lex van Zonnefeld

Halle (12.12.) – Fotos von Heike & Karl-Heinz Margraf

Setlist

Question
Wise Man
Circus
Heartless Land
Come Back To Me
Why Did You Go
Free Me
Firefly
Logical Progression
Pilgrim
Echoes In The Dark
July Morning
The Wizard
Sunrise
Come Away Melinda
Tales
Sympathy
Lady In Black

================
The Dance
Easy Livin’


KEN HENSLEY + CIRCLE OF HANDS – Apeldoorn (NL), Bluescafe, 21.10.06 (Review von Renate Fischer und Sonja Cloudt)

Es waren gerade mal 2 Monate nach Homburg vergangen, wo wir KEN HENSLEY mit CIRCLE OF HANDS live gesehen hatten (und wir immer noch davon schwärmten), da kam auch schon der nächste „Hammer“ auf uns zu… ;-) )

Da wir aus zeitlichen Gründen nicht an der Pre-Show (die Fanparty, welche schon um 15.00 Uhr beginnen sollte) teilnehmen konnten, machten wir uns erst am späten Samstagnachmittag mit dem Auto auf den Weg nach Apeldoorn. Nach ca. 1 ½ Stunden Fahrt (und ca. einer halben Stunde Parkplatzsuche) war es geschafft und wir standen um ca. kurz vor 19.00 Uhr vorm Bluescafe. Als wir in das kleine aber gemütliche Lokal hinein gingen, waren erst wenige Leute anwesend.

Nach etwa einer halben Stunde kam Louis Rentrop ins Bluescafe, der uns sehr nett begrüßte und uns herzlich Willkommen hieß. Da es im Bluescafe noch verhältnismäßig ruhig war, machte Louis uns den Vorschlag, ins gegenüber liegende Lokal (in welchem kurz vorher noch die Fanparty stattgefunden hatte) zu gehen, wo auch noch einige andere Heepfans zugegen waren. Also trabten wir rüber.
Drinnen sahen wir auch sogleich Karola Breier (die Managerin von CIRCLE OF HANDS) sowie einige der Bandmitglieder und ein paar Fans an einem der Tische sitzen. Wir gingen zu ihnen und es gab erst mal ein großes Hallo und Umarmungen. Wir setzten uns zu ihnen und verbrachten dort ein gemütliches und lustiges Beisammensein bis ca. kurz vor 21.00 Uhr. Danach gingen wir wieder rüber ins Bluescafe.

Eigentlich sollte das Konzert um 21.00 Uhr anfangen, aber aus „organisationstechnischen Gründen“ wurde der Gig auf 21.45 Uhr verschoben.
Im Bluescafe war es inzwischen proppevoll geworden und wie schon vorher auf den Webseiten bekannt gegeben, war das Konzert ausverkauft. Nun drängten sich 160 Fans auf kleinem Raum. Es herrschte jedoch eine entspannte und freudige Atmosphäre. Irgendwo entdeckten wir dann Isabelle (vom TiT-Heepforum) mit ihrer Schwester und begrüßten auch sie. Wir freuten uns, sie wieder zu sehen.
Etwas später kamen auch „Peeh“ sowie Greg & Sherri (ebenfalls uns bekannt aus dem TiT-Heepforum) zu uns und wir waren erfreut, auch sie alle mal persönlich kennen zu lernen. Greg & Sherri waren übrigens aus Californien (USA) angereist!

Nach einigen Smalltalks mit dem einen oder anderen Heepfan war es dann soweit: CIRCLE OF HANDS betraten die Bühne und legten sogleich los mit “Return To Fantasy”. Und ab ging die Post! :-)

Es folgten “Rainbow Demon”, “I’ll Keep On Trying”, “The Easy Road”, “Seven Stars” u. v. m. (siehe Setlist unten).
Auch “The Park” war diesmal wieder vertreten. Für mich jedes Mal aufs Neue ein Hochgenuss, den Song von CIRCLE OF HANDS live zu hören!

Sonja “kämpfte” sich mit ihrer Kamera nach vorne zur Bühne. Sie ist ja inzwischen längst zu meiner persönlichen SOT-Fotografin geworden, welche ich bei Live-Gigs stets an meiner Seite habe. ;-)
Ich entschied mich diesmal, weiter hinten stehen zu bleiben, da es mir erstens vorne viel zu warm war und zweitens, um die Reaktionen des Publikums besser beobachten zu können.

Das Publikum zu beobachten war eine ganz neue Erfahrung für mich und ich war hoch erfreut über all die positiven Reaktionen, als CIRCLE OF HANDS anfingen zu spielen.
Ich sah so manch groß gewordene Augenpaare in erstaunten Gesichtern und sah viele Daumen, die anerkennend nach oben zeigten. Manchmal konnte ich sogar von einigen Lippen die Worte “großartig” oder “fantastisch” (natürlich in holländischer und teilweise in englischer Sprache) ablesen! :-)

Die Zeit verging wie im Flug und nach dem vorletzten Lied des ersten Teil des Abends war DER Song an der Reihe, auf den die meisten schon sehr gespannt gewartet hatten: “SALISBURY” !

Wir können euch versichern, es war der Hammer !!!
Es war einfach überwältigend, was CIRCLE OF HANDS hier geleistet haben (wir sind jetzt noch total beeindruckt)!
Den Song (die lange Version versteht sich!) live zu spielen ist schon schwierig genug, aber dass es CIRCLE OF HANDS auch noch ohne Orchester (!) geschafft haben, dies so genial darzubieten, dass es einen fast umgehauen hat, war einfach unglaublich! Dieses Live-Stück kann sich durchaus mit der Live-Version von Hamburg 2001 messen!
Mein Körper überzog sich während des ganzen Songs immer wieder mit einer wohligen Gänsehaut (was mir wirklich nicht oft bei Live-Konzerten passiert). Ich glaube, den meisten Heepfans ist es an diesem Abend so ergangen.

Puh, wir sind immer noch ganz sprachlos, denn das hatten ich und Sonja wirklich nicht erwartet – obwohl ich persönlich der Band dies durchaus zugetraut hatte und zudem Karola mir das vorher “prophezeit” hatte. :-)

Nach einer kleinen Pause, war dann das weitere Highlight des Abends an der Reihe:
KEN HENSLEY kam hinzu!

Verständlich, dass nun das Publikum am lautesten bzw. aktivsten wurde… ;-)
Und es ging weiter mit den Songs “Circle Of Hands”, “Stealin’”, “Easy Living”, “July Morning” usw. (siehe Setlist unten).
Man merkte, dass es KEN sichtlich Freude bereitet hatte, die alten Heepsongs wieder zusammen mit CIRCLE OF HANDS zu spielen. KEN war jedenfalls – wie auch schon zuvor in Homburg – bei bester Laune und Spielfreude und machte Scherze.
Und auch bei CIRCLE OF HANDS war festzustellen, dass sie große Freude hatten und auch hier wieder mit Herz und Seele bei der Sache (sprich bei der Heepmusik) waren!

Absolut genial und einmalig war auch, dass CIRCLE OF HANDS + KEN HENSLEY zusammen mit 2 Hammondorgeln (!) gespielt haben, denn vor Ort im Bluescafe stand noch eine weitere Hammond auf der Bühne zur Verfügung.
Könnt ihr euch vorstellen, was das für ein Sound gewesen ist? Könnt ihr das? ;-)
Also ich musste erst mal den Atem anhalten, als dieser gewaltige Hammondsound das Bluescafe erfüllte!
An diesem Abend gab es übrigens auch noch eine ganz tolle Version von “Rain”, bei welcher der Schluß etwas anders gespielt wurde, als man es üblicherweise gewohnt ist. Superklasse!

Natürlich drang die Musik auch weit auf die Straße hinaus und man konnte dort viele Leute durch die großen Fenster des Bluescafes beobachten, wie diese stehen blieben, neugierig hinein starrten und horchten. Einige Leute drückten sogar ihre Gesichter bzw. Ohren an die Scheiben. Darüber musste auch KEN lachen. :-) ))

Ich habe URIAH HEEP in den 70er Jahren leider nicht live erlebt, aber an diesem Abend konnte ich mir sehr gut vorstellen, wie die Live-Gigs von UH damals gewesen sein müssen!
Wie schön es doch ist, dass es eine Band wie CIRCLE OF HANDS gibt, welche uns diesen klassischen Heep-Sound der 70er Jahre zurückgibt! Und natürlich auch, dass KEN HENSLEY uns die Freude macht, ab und zu mit ihnen zu spielen! :-)

Als Fazit können wir sagen, dies war ein Konzert der Superlative! Was natürlich nicht heißen soll, dass bei CIRCLE OF HANDS keine Steigerung mehr möglich ist… :-)
Wir hoffen, die Band ist uns nicht böse, wenn wir euch hier schon verraten, dass der nächste Song, den sie einstudieren werden, “Pilgrim” sein wird! ;-)

Vielen Dank an CIRCLE OF HANDS, vielen Dank an KEN HENSLEY!
Und natürlich vielen Dank an den Organisatoren für diesen tollen Abend!
Wir hoffen doch sehr, dass es nicht das letzte Konzert dieser Art gewesen ist! :-)

Renate und Sonja

Setlist CIRCLE OF HANDS, Teil 1
CIRCLE OF HANDS + KEN HENSLEY, Teil 2

Return To Fantasy
Rainbow Demon
I’ll Keep On Trying
The Easy Road
Seven Stars
Sweet Freedom
Time To Live
The Park
—————-
Salisbury

Circle Of Hands
Stealin’
Easy Living
July Morning
Gypsy
Through The Eyes Of A Child
Rain
Free Me
The Wizard
Lady In Black
———————-
Look At Yourself


URIAH HEEP – Tournee-Ende in der Schweiz (Bericht von Alex Burlet)

Im letzten Dezember hatte ich wieder einmal die Gelegenheit Uriah Heep auf der Bühne zu erleben. Der Abschluss ihrer Deutschland-(Acoustic-)Tour fand nämlich in Pratteln in der Nähe von Basel statt. Das Z7 ist bekannt für gute Rock- und Heavy-Metal-Konzerte und so war klar, dass die Jungs hier nicht unplugged spielen, sondern nochmals richtig abrocken würden. Ich hatte zu meinem 40. Geburtstag eine Einladung erhalten und freute mich nach 3 Jahren Live-Abstinenz wieder mal an ein Konzert zu gehen. Heep sah ich zum 4. Mal, doch so gut waren sie noch nie! Bernie ging viel mehr als früher in Kontakt mit dem Publikum. Und so sangen die etwa 800 Zuschauer nicht nur lauthals “Free Me”,  sondern auch bei anderen Stücken wie z.B. “When The War Is Over” animierte uns der Blondschopf mitzusingen. Weitere gute Stücke aus der neoklassischen Zeit im abwechslungsreichen Programm waren “The Other Side Of Midnight” oder der Opener “Blood Red Roses”. 

Ich fragte mich, ob die Band früher auch mit solchem Einsatz und perfektem Spiel begeistert hat. Uriah Heep wurden in den frühen Siebziger-Jahren in Erfolgs-Dimensionen katapultiert, dass es eigentlich nur schlechter werden konnte.. Auf der LIVE FROM THE BYRON-ERA sieht man deutliche Unterschiede zwischen 1973 und 1975. Ich kann mir vorstellen, dass es später mit John Lawton wieder besser wurde. Und auf der GYPSY-DVD erinnert mich Peter Goalby einfach irgendwie an Goofy. Gleichwohl finde ich die damals gemachte Musik einen wichtigen Schritt zurück in Richtung Hardrock-Band und zudem möchte ich Herrn Goalby gar nicht schlecht machen. Aber für mich sind Uriah Heep eben die jetzigen 5 Musiker, die ihren Job jedes Jahr noch besser machen! Auch wenn die längst überfällige neue CD noch immer nicht gemacht ist, tragen sie das Erbe der einstmaligen Superband in Würde und ohne dabei zur Karikatur zu werden.

Im Gegensatz zu früher ist Mick Box jetzt die zentrale, Charisma ausstrahlende Person. Er setzt sich aber meist bescheiden in den Hintergrund und die Gruppe zeigt eine von allen getragene Präsenz. Dazu wird die Set-List immer wieder neu zusammengestellt, wie diesmal beispielsweise mit “So tired” oder “If I had the time”. Und Bernie ist stimmlich am besten in der Lage, das schwierige Erbe von David Byron anzutreten. Klar, er ist ein ganz anderer Frontmann als John Lawton. Habe das gut vergleichen können, als damals Uriah Heep und die Hensley-Lawton-Band innerhalb von 3 Wochen im Z7 aufgetreten waren.

Es ist schon seltsam, dass mich die Band heute so fasziniert, denn früher war der Funke nie richtig rüber gesprungen. Meine erste und einzige Heep-LP kaufte ich nur wegen dem Rock’n'Roll-Medley, da ich meine ersten Musik-Erfahrungen vor allem mit Elvis, Bill Haley & Co. gemacht habe. Zudem gefiel mir der Rest der LIVE-Doppel-LP damals nicht besonders. Nur “Gypsy” blieb noch einigermaßen hängen.

In den Achtziger Jahren konnte ich viele Top Acts im Zürcher Hallenstadions live bewundern, was den Musikgeschmack und die CD-Sammlung natürlich beeinflusste.. Queen, die wieder vereinigten Deep Purple , Dire Straits, Supertramp oder SAGA füllten damals das Stadion mit über 10’000 Zuschauern. Doch von Uriah Heep kann ich nur ein nicht benutztes Ticket zu einem Konzert in der Provinz vermelden. Irgendwie kam was dazwischen, sonst hätte ich vielleicht von Herrn Goalby einen anderen Eindruck…

Und so dauerte es nochmals 10 Jahre bis ich zufällig eine Uriah-Heep CD kaufte. Es war die schwarze STILL ‘EAVY – STILL PROUD. Und da blieb erstens ein anders klingendes “Lady in Black” und zweitens das Intro von “July Morning” im Ohr hängen. Und so begann ich mich langsam genauer mit dieser Band zu befassen.

Im Internet war es mir dann möglich, mehr Informationen zu finden und CD-Rezensionen zu lesen. So kaufte ich eine Scheibe nach der anderen und bin bis heute von keiner wirklich enttäuscht worden. Natürlich waren da auch schwächere Produktionen, doch die gab es in allen Besetzungen. Und auch die Mitgliedschaft bei Stay on Top führte dazu, das heute Uriah Heep meine absolute Lieblingsgruppe ist.

Aber das soll nicht heißen, dass ich nicht auch anderes höre. Auf meinem iPod sind über 300 CDs gespeichert, die mir auf meinem sehr langen Arbeitsweg unverzichtbare Begleiter geworden sind. Ich höre aus einem Spektrum von Pop über Hardrock bis Progressive. So kann an einem Tag das Programm wie folgt aussehen: PROMISED LAND (Queensrÿche), Ken’s PROUD WORDS… und dann noch PURPENDICULAR von Deep Purple. Um am nächsten Morgen geht es mit Alan Parsons’ PYRAMID weiter. Meine schwarz-rote Mini-Jukebox (U2 Special Edition mit 20gb Speicherkapazität) hat noch genug Platz, obwohl ich sie jeden Monat mit ein paar neuen Titeln füttere. Meine letzten Anschaffungen waren TURN IT ON AGAIN, eine Kompilation von Genesis’ Achtziger-Hits, WARSZAWA ein Live-Mitschnitt von Porcupine Tree und die neuen Alben von Manfred Mann’s Earth Band (2006) und Saga (NETWORK).

Übrigens habe ich zum Geburtstag noch einen weiteren Konzert-Gutschein bekommen, den ich im Juni 2005 für Iron Maiden Open Air einlösen werde. Ob die auch mit so viel Einsatz zur Sache gehen werden wie Uriah Heep?

Alex Burlet, 2005