ein lebendiger Platz – deutschsprachig – für eine lebendige Rocklegende und deren Fans

Fotos

Fotos von der Acoustically Driven Tour 2006

Fotos

Hannover, Theater am AEGI (24.11.) – Fotos von Carsten Nödel

Karlsruhe, Johannes-Brahms-Saal (25.11.) – Fotos von Thomas Guthmann

München, Deutsches Theater (27.11.) – Fotos + Review von Mike Taylor

Stuttgart, Hegelsaal (29.11.) – Fotos von Johann Reinprecht

Bielefeld, Oetkerhalle (30.11.) – Fotos von Louis Rentrop

Bremen, Glocke (01.12.) – Fotos + Review von Louis Rentrop

Bielefeld (30.11.) + Bremen (01.12.) – Fotos von Marco van de Wielen

Bielefeld, Oetkerhalle (30.11.) – Fotos, Bericht + Interview mit MICK BOX von Wolf

Berlin, Friedrichstadtpalast (04.12.) – Fotos von Heiko & Carla Langner

Berlin, Friedrichstadtpalast (04.12.) – Fotos von Ab & Marjon van Mourik

Fürth, St. Paul Kirche (08.12.) – Fotos von Sebastian Baum

Wiesbaden, Kurhaus (07.12.) – Fotos von Lex van Zonnefeld

Halle (12.12.) – Fotos von Heike & Karl-Heinz Margraf

Setlist

Question
Wise Man
Circus
Heartless Land
Come Back To Me
Why Did You Go
Free Me
Firefly
Logical Progression
Pilgrim
Echoes In The Dark
July Morning
The Wizard
Sunrise
Come Away Melinda
Tales
Sympathy
Lady In Black

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The Dance
Easy Livin’


In Memory of Peter Panka ( 1948 – 2007)

STAY ON TOP Meeting

6. – 8. September 1996 in Braunschweig
mit EASY LIVIN, JOHN LAWTON & GUN NHILL
sowie Ehrengäste
PETER PANKA und WERNER NADOLNY von JANE

In Memory of PETER PANKA

(Herzlichen Dank an Bernd Pleis für die Fotos

Stefan Künzi, Bernd Pleis und Mirek Morkes

 

 

Martin Hauenstein und Andreas Gaida

 

 

 

John Lawton und Klaus Zitter

 

 

 

Werner Nadolny und Peter Panka

 

 

 

John with "Snake" Innocent Vicitm! Aargh !!!

 

 

 

Happy Birthday to Traudl Dietz

 

 

 

John Lawton, Traudl Dietz und Peter Panka gemeinsam auf der Bühne

 

 

 

John Lawton

 

 

 

Peter Panka

 

 

 

"All my friends... cool again... easy"

 

 

 

Werner Nadolny, Peter Panka, Traudl Dietz ...

 

 

 

Christof Höglmüller und Mirek Morkes

 

Peter Panka’s meistgestellte Frage:
“Kann ich mal einen Hieb (Bölkstoff) haben?”
Nein, nur HEEP! ;-) )


10. SOT-Meeting, 6. – 8. September in Braunschweig (Bericht von Peter Bethge)

STAY ON TOP Meeting

6. – 8. September 1996 in Braunschweig
mit EASY LIVIN, JOHN LAWTON & GUN HILL
sowie Ehrengäste
PETER PANKA und WERNER NADOLNY von JANE

Die Story eines Jahrestreffens, oder – nichts ist unmöglich …

Wenn man unserem Käpt’n Pleis schon mal einen kleinen Finger reicht, dann nimmt er gelich die ganze Tatze, wie seinerzeit Berti Vogts in den Siebzigern jedem Spielmacher beim Fußballspiel das Fürchten lehrte, so hat nach ihm (Berti) wohl Bernd Pleis die Bezeichnung “Terrier” am ehesten verdient.

Aber schön der Reihe nach …

Als ich im Herbst 1995 wieder einmal Kumpel Ingo (Bocuse, jun. – er lernt Koch) bei uns zu Hause zu Gast hatte, haben wir bis 3:00 Uhr morgens Musik gehört und auch reichlich Bölkstoff auf die Lippen gelegt.
Ich war dem Club zu diesem Zeitpunkt erst vor einem Jahr beigetreten und Thomas Schaumburg war bereits meiner Bitte nachgekommen, mir sämtliche TIMES- Nummern zu kopieren.
Da wandelte mich an diesem Abend doch die Lust an zu behaupten, dass eines Tages bestimmt auch mal einer von HEEP bei mir zu Gast sein werde. Natürlich stand ich noch unter Schock, da sämtliche TIMES sofort aufgesaugt wurden und somit solche Phantastereien unter Alkoholeinfluss ans Licht der Morgendämmerung gefördert wurden. Da ich mit dem Bernd fortan regen Kontakt pflegte und im SOT- Fragebogen eine bestimmte Fradge mit JA beantwortete nahm das Schicksal seinen Lauf.

Unsere Ideen von heute sind die Realität von morgen.

Im Frühjahr 1996 dann auf dem Nach-Hause-Weg fahre ich am TAM TAM vorbei. Da dort ein Gertränkemarkt ist, komme ich nach erledigtem Einkauf auf die Idee nachzufragen, ob man in jenem Ambiente unsere alljährliche Feierlichkeit zelebrieren könnte – Termin Spätsommer.
“Wie soll das laufen?”
“Samstagabend mit ‘ner Band Easy Livin’ – Uriah Heep- Coverband”.
“Geht, darf nur nicht zu laut werden, sonst werden wir eventuell von den lieben Nachbarn angepisst”.

Also nach Hause gekommen, und Bernd angerufen.
Präsi: “Was kostet so ‘ne Veranstaltung?”
Peter: “Gage, Catering, PA, etc. – Zu teuer, vergiss es !”

Wir telefonierten jetzt regelmäßiger als sonst, Bernd, Mirek, Christopher und Christof (Commander Straker ?) planten einen Kurztripp nach England, um John Wetton und John Lawton live zu sehen und Bernd wollte dann John Lawton fragen, ob er nicht Lust hätte, auf unserem Jahrestreffen zu spielen.
“Nee, ist klar”, sagte ich ganz selbstvertändlich und dachte, jetzt “isser” verrückt geworden.
Nach jenem England-Trip (darüber wurde in TIMES 25 berichtet) rief Bernd dann auch gleich zurück und teilte mir u. a. mit, dass John sich die Sache vorstellen könne und dass er sich demnächst bei mir melden werde um Einzelheiten über eine mögliche Realisierung eines Konzertes zu besprechen.

“Nee, ist klar”, gab ich wieder etwas beiläufig zurück.
Also, ich hielt es nicht für möglich. Dann passierte erst einmal gar nichts. Ich vergaß auch, dass da was kommen sollte.
Und da geschah es.
Sekretärin: “Da ist ein John Lawton für dich.”
Er ruft mich in der Firma an und vom ersten Augenblick an lässt er keinen Zweifel aufkommen, dass er ein netter Mensch ist und ich muss mich im ersten Moment zwingen nicht soviel dummes Zeug zu erzählen, wir haben sofort einen Draht zueinander und in diesem Moment war mir klar:
Du machst ein Konzert mit GUN HILL, es gibt kein zurück mehr.
Was wird aber aus Easy Livin’ ?
Können beide Bands spielen?
Wieviel kostet der ganze Aufwand?
Flippen die Jungs im TAM TAM nicht aus?
Fragen über Fragen – kaum Antworten, Versuch macht klug !

Es wird ernst

In den letzten Mai Wochen waren wir uns dann einig geworden, John faxte mir seine Bestätigung zu, wir hatten u. a. vereinbart, dass ich GUN HILL in Norddeutschland ein paar zusätzliche Gigs besorgen sollte, da wir ja für unsere Veranstaltung die Kosten in einem möglichst kleinen Rahmen halten wollten, außerdem, dass war mir klar, muss sich eine Reise von England nach Niedersachsen auch lohnen. Nichts leichter als das, dachte ich in meiner Euphorie und machte mich daran wie weiland Fritze Rauf vor “fuffzich” Jahren nach Auftrittsmöglichkeiten zu suchen.

Ich stieß allenthalben auf Interesse, hatte nur meistens immer die falschen Leute am Telefon. Mal waren sie nicht für’s Booking zuständig dann wiederum konnten sie mir nicht einmal vernünftig absagen, dann wieder hatte ich die Booking-Termine verpasst.
(“Warum hat der Teufel seine Großmutter erschlagen?” “Weil sie keine Ausrede mehr wusste !”)
Also waren in dieser Zeit wohl eine Menge kleinerer Konzertveranstalter ums Leben gekommen.

Der Sänger von Easy Livin’, Michael Keuter, war nachwievor sehr an diesem Gig interessiert und ich hatte sie (Easy Livin’) fast schon abgeschrieben, da das geforderte Equipment für das TAM TAM wohl mehr als überdimensioniert erschien. Außerdem musste die ganz Aktion sowohl bezahlt werden als auch zeitlich durchführbar sein.
Was würde dies bedeuten? – Um einen akzeptablen Eintrittspreis realisieren zu können, muss die Promotion (Plakate, Zeitung, Rundfunk) so gut sein, dass die Bude voll wird.
Ferner würden GUN HILL ihre eigene PA mitbringen und EASY LIVIN’ bräuchten nur ihre Backline, Mikros und Instrumente beizusteuern.
Da netterweise EASY LIVIN’ über die PA von GUN HILL spielen durften, konnten auch sie schließlich verpflichtet werden.

Das hört sich alles sehr einfach an, zog sich aber über 2 Monate hin. Übrigens rief mich sogar Markus Großkopf an, um Interesse für diesen Gig zu bekunden, er selber konnte mir jedoch nicht hundertprozentig bestätigen, ob er am Abend der Veranstaltung tatsächlich dabei sein würde (war er ja dann auch nicht). Während der Fußball Europameisterschaft stand unsere Treffen abermals auf des Messers Schneide, denn im Halbfinale traf Deutschland bekanntlich auf Gastgeber England. John und ich telefonierten am Nachmittag dieses (für Fußballfans) denkwürdigen Ereignisses, dass ja in der englischen Bouleward-Presse derbe hochgespielt wurde (Krauts wir kommen – Magic-Gazza mit Stahlhelm auf dem Kopf und Titelseite).
“Hello John, hier ist Kraut-Peter”.
“Hello Peter, hier ist Limey-Lawton …, du, wenn Deutschland heute abend gewinnt, kommen wir nicht, hahahaha”.
Wir hatten wirklich eine Menge Spaß am Telefon und ich hatte das Gefühl John schon ewig zu kennen, stimmt ja auch, nur dass wir zwischen 1977 und 1996 eben nicht miteinander telefoniert hatten.

Die Suche nach Auftrittsmöglichkeiten für GUN HILL gestaltete sich als schwierig, da die meisten Clubs nur Veranstaltungen am Wochenende machen wollten und somit wenig Spielraum für Termine vorhanden war, deshalb verschob ich kurzerhkand unser ursprünglich geplantes Treffen von Samstag auf Freitag, da in Magdeburg sehr großes Interesse für Samstag vorhanden war und ich unbedingt wollte, dass dort zusätzlich etwas lief.
Die Zeit wurd knapp, Anfang August fuhr ich mit Familie in Urlaub um von dort mit Telefonkarten bewaffnet das leidige Geschäft des Aquirierens von der Telefonzelle aus voranzutreiben.
Vielen Dank an unsere “Berliner Sektion”, Alex und Stefan. Schade, dass in Berlin doch nichts zustande gekommen ist, Ihr habt jedoch tolle Arbeit geleistet, nicht zuletzt wegen Eurer graphischen Arbeiten – sorry, dass ich nicht mehr zum Plotten gekommen bin – ich brauche übrigens noch eines Eurer T-Shirts.

Aus dem erholsamen Urlaub zurückgekehrt mussten die Pressemitteilungen erstellt und verschickt werden, nicht alle gelangten schließlich zur Veröffentlichung (GOOD TIMES, Oldie Markt).
Ansonsten wurden Plakate gedruckt und eigenhändig von Tom und mir aufgehängt, habe auf diesem Wege erst einmal wieder ‘ne Menge neuer Kneipen kennengelernt.

Sie kommen …

“Also, wir kommen dann am Donnerstag, 05.09.1996 so um 15:00 Uhr bei Dir an, wir freuen uns!” Jetzt wurde es spannend, aber am Freitag sollten ja noch ca. 50 Stay on Topper nebst Gästen erscheinen, Hotel musste also noch endgültig reserviert werden.
Weiterhin hat meine liebe Frau Andrea Essen für die Truppe vorbereitet, so dass wir uns am Donnerstag abend noch in Ruhe kennenlernen konnten.

Mein Schwiegervater (passionierter Jäger) besitzt eine eingene Jagd im Harz, er wurde also von uns “auf Sau” geschickt, da wir am Donnerstag dann zur Kennenlernfeier Wild Pig (Hog) servieren wollten. Daraus wurde nichts, weil die Wildschweine zu clever waren und keine Lust hatten bei John Lawton und Co. auf dem Teller zu enden. Es gab dann Goulasch.

Ich faulenzte also ab 14:00 Uhr zu Hause herum, aber sie kamen nicht. Also so um 16:30 Uhr dann die englische Invasion vor unserem Hause stattfand, saß ich auf dem Klo, tolles Timing.

Er schlappte bei uns aufs Grundstück, auf Anhieb gefunden.
“Grüß Dich”. Kurze Umarmung. Großes Hallo.
Ab ins Hotel – ausruhen.
Das Abendessen bei uns auf der Terrasse war sehr ausgelassen, wir lernten sie alle nacheinander kennen:

Iris Lawton
- wirklich charmante und nette Frau

Lloyd Coates
- Schlagzeuger (Vorbild: Tommy Aldridge) und Küken der Band, kann bei Paul McCartney in den Garten sehen

Brian Bennet
- Gitarre – Neuestes Mitglied und Häuslebauer von Beruf

Neil Kavanagh
- Bass – Hat ein eigenes Studio

Ein paar nette Freunde hatten sie ebenfalls mitgebracht.
Sie tranken alle gerne Hefeweizen und beschlossen noch eine kleine Exkursion nach Braunschweig zu machen. Also alle in meinen Bus verfrachtet und die ganze Fuhre ab in die City. Kurzer Stop am TAM TAM um die örtlichen Gegebenheiten schon einmal zu sichten.
Danach waren wir noch im Magniviertel, um nach ein paar Drinks die Heimfahrt anzutreten. Aber wir kehrten noch mit ins Hotel ein, wo sich bereits Robert Merckling und Roger Stötzler die Zeit mir Altbier und Dartspielen vertrieben. Dann haben wir noch ein paar zusammen getrunken und sind dann bald zum Abrüsseln in der Poofe gelandet.
Der nächste Tag sollte noch viel Stress bringen.

06.09.1996 – The Day

Ich muss heute erstmals den ganzen Tag mit Handy rumlaufen, weil ich ja so wichtig bin. In der Tat erweist sich das Ding heute als ausgesprochen nützlich. Dass Essen für SOT organisieren, zum Aufbau ins TAM TAM – nachschauen, ob sich alle gut vertragen. Sie sind jedoch alle Profis und haben keine Probleme miteinander. Nur Tom wird immer nervöser, weil die Jungs jede Menge Hardware auffahren, John versucht ihn zu beruhigen und sagt ihm, dass sei wichtig für die Soundqualität (der Sound war Spitze).
Koordinieren, Begrüßung, organisieren, dass alle Gäste zum Hotel finden, teilweise Gäste abholen – Perter Panka und Werner Nadolny von JANE samt Managerin Traudl, die alle auf Einladung von Bernd als zusätzliche Gäste anreisten.
Um 18:00 Uhr fällt mir ein, dass ich noch keine Kassenbesetzung für den Abend habe, also erneut telefonieren, klappt auch – Danke Mike und Thomas.

Roger Stötzler versucht seit dem Frühstück seine mitgebrachte Hard- und Software zu installieren, damit wir das Konzert einigermaßen mitschneiden können, ich rufe noch den Hans Tiedmann an (ebenfalls Gitarrist und Angestellter in meiner Firma), der kommt auch prompt und versucht mit Roger zusammen das Zeugs für den Abend hinzufummeln. Sie vergessen darüber völlig das Essen und haben kurz vor Konzertbeginn ein entsprechendes Loch im Magen.
Hey Jungens, ihr habt ja das Band-Buffet ganz schön abgeräumt.
Um es vorwegzunehmen, es hat leider nicht ganz mit der Aufnahme geklappt, denn schließlich hat Roger das Zeug ganz neu bekommen. Trotzdem war der Einsatz großartig und hat sicher Spaß gemacht.

Lights out

Durst. Es geht los. Die Hütte ist gut voll, und Easy Livin’ geben Gas. Der Set setzt sich ausnahmslos aus den Klassikern der Byron- Ära zusammen, was die Fans gerne zur Kenntnis nehmen.
Der Sound ist okay obgleich Keyboards live einen sound mitunter leider zukleistern, aber trotz der Enge wird der Gig sehr interessant. Sie sind sehr motiviert und auch musikalisch stehen sie ihren Vorbildern sicher in nichts nach. Einige Stücke klingen nach Meinung vieler Stay on Topper originaler, als die Versionen unserer echten Helden.
Das Finale wird natürlich mit “Lady in Black” bestritten und der Laden singt mit – schöne Stimmung.

Pause

Es dauert vielleicht ein bisschen lang und das Publikum wird ungeduldig, aber als es losgehen soll, bittet mich John GUN HILL anzusagen. Ich fühle mich großartig und tue das auch.
Was jetzt abläuft haut mich völlig um, dieser edle Sound, die Songauswahl (alles gecoverte Stücke) machen dem Publikum sichtlich Spaß. Sicher hätten einige von euch gerne mehr Heep-Stücke gehört.
Apropos Heep-Stücke.

Der Höhepunkt für mich ist “Cheat’n ‘Lie” von Innocent Victim, als John den Song ansagt und mich auf die Bühne bittet, um noch einmal für alles zu danken, schwebe ich auf Wolke sieben.
Vor einigen Wochen hatten wir telefoniert und wir haben über Songs gesprochen. Ich sagte, mehr beiläufig, aber nicht ohne Hintergedanken, dass mir das gitarrenorientierte Stück schon 1978 live mit Heep sehr imponiert hat. Dieses Schlitzohr hat doch tatsächlich gesagt: “Du, an manche Stücke kann ich mich gar nicht mehr so recht erinnern.”
Er ist aber danach aktiv geworden und sie haben es eigens einstudiert – und es kam sehr gut.
Der Abend nimmt seinen Lauf, alles ist viel zu schnell zu Ende, obwohl GUN HILL sehr lange spielten, ich weiß wirklich nicht mehr wie lange.

Nach Konzertende feierten wir immer noch weiter, fahren noch mit in die Kneipe un zugehörigem Hotel und ich rechne noch im Morgengrauen mit Iris ab (Geschäft ist eben Frauensache).
Um 4:00 Uhr morgens esse ich mit Tittenkumpel (überspitzte Formulierung für Busenfreund oder Bruder) Pit aus der Holledau erst einmal eine Gurrywurst an der Theke.
Letzterer hat ganz mutig noch einige Leute zum Hotel gefahren, in einer einmaligen Odysee sind über Feldwege etc. wieder zur Kneipe gefahren – gehen konnten wir ja nicht mehr (war im Nachhinein großer Mist, die Bullen hätten uns bestimmt eingelocht – Bethge, wann wirst du endlich erwachsen?).

The Day after

Die Veranstaltung hinterließ ihre Spuren, ich muss gestehen, dass ich den ganzen Samstag nicht mehr so richtig in Gang gekommen bin. Anstelle von GUN HILL sind JANE zum Frühstück gekommen, die von Clubmitglied Andreas Gaida ihre eigenen CD’s kauften. – Kult!

Abgesehen von der vielen Arbeit hat diese Sache sehr viel Spaß gemacht. Ich habe sehr viel dazugelernt, was ma Rande von öffentlichen Veranstaltungen alles geklärt und organisiert werden muss und vor allem, was man besser machen kann.

Ich fand es sehr nett, dass sich einige sogar schriftlich durch Kartengruß bedankt hatten. John Lawton und GUN HILL waren ebenfalls sehr von der warmen Atmosphäre, die ihnen insbesondere bei uns zuteil wurde, sehr angetan.

Bei der Abreise sollen sogar Tränen geflossen sein. Übrigens sind auch die weiteren drei Gigs sehr gut gelaufen, sie haben das Angebot erhalten jederzeit wieder auftreten zu können.

Nachdem wieder etwas Ruhe eingekehrt war, schickte auch John Lawton mir ein Fax, in welchem er sich, im Namen aller, für das “Abenteuer Deutschland” bedankte.

Wie John in dem Fax so möchte auch ich diesen Artikel mit den Worten schließen:

“LETS DO IT AGAIN …”

Peter Bethge


10. SOT-Meeting, 6. – 8. September in Braunschweig (Bericht von Martin Hauenstein)

STAY ON TOP Meeting

6. – 8. September 1996 in Braunschweig
mit EASY LIVIN, JOHN LAWTON & GUN HILL
sowie Ehrengäste
PETER PANKA und WERNER NADOLNY von JANE

Stay On Top – Jahrestreffen 1996

Am Freitag Mittag um ca. 12.00 Uhr trafen Roland Sitz und Martin Klett bei mir in Petersaurach ein, kurz darauf stieß noch Pit, ein Kumpel von P. Bethge mit dazu. Nun die zwei roten Pferde aufgerüstet Anmerkung des Schreibers: Bei Martin H. hätte man meinen können, dass es auf Weltreise gehe) und los gings Richtung A7.

Während der Fahrt bemerkte ich den tollen Musikgeschmack meines Piloten Martin Klett, der meinem sehr ähnelt. Ankuft 17.30 Uhr Braunschweig/Lamme, 1 Km vor dem Ziel gab es noch ein “Metal Rendevous” (Dynamische Kaltverforumung von Peugeot 205 mit BMW 316).
Nach kurzer Betrachtung der scheinbar glimplichen Blechschäden (Anmerkung des Schreibers: 13.000 DM kamen dabei heraus), fuhren wir weiter zum Dorfgemeinschaftshaus, wo schon einige Freaks versammelt waren. Kurze Betroffenheit über die Blechschäden und allgemeine Begrüßung mit den bisher Anwesenden. Danach zeigte sich schon die hervorragende Organisation von Peter Bethge, denn urplötzlich kam eine große Anzahl Döner-Päckchen an, die Peter anscheinend aus dem Ärmel geschüttelt hatte. GROSSES LOB an den Organisator!
Nach kurzem Plausch, Spies und Trank (natürlich Hopfenblütentee) fuhren wir kurz ins Hotel zu Einchecken und anschließend zum Tam-Tam, wo wir dem Konzert der HEEP-Cover-Band “Easy Livin” und John Lawton‘s neuer Band Gun Hill beiwohnen sollten.

Easy Livin’ spielten im mit 220 Leuten gut gefüllten Club erwartungsgemäß einen Set aus den Alben der Byron-Ära.
Der Sound war relativ gut. Herrausragender Track für mich war neben “July Morning” auf jeden Fall “Circle Of Hands”. Man merkte den Musikern den Spaß an der Sache an, wobei einige kleine Fehler nicht zu überhören waren.

Danach enterten GUN HILL die Bühne, welche mit ihrem bluesig angehauchten Hardrock zu gefallen wussten. Sie spielten neben einigen Eigenkompositionen vor allem Coversongs, darunter eine paar von WHITESNAKE sowie HEEP’s “Free Me” (klar, oder!). Als Zugabe kam dann eine Überraschung für alle, vor allem aber für Peter, denn sein Wunsch ging in Erfüllung: “Cheat’n Lie” vom “Innocent Victim”-Album wurden zum Besten gegeben und zeigte, dass John’s Stimme nicht im geringsten etwas schuldig blieb. Klasse!!

Danach wurde freuchtfröhlich gefeiert. Ich dagegen versuchte noch ein bisschen fit zu bleiben, um bei unserem Oldie Jürgen “Giant” Scholz etwas über seine Heepsche Vergangenheit zu erfahren, was mir nur bedingt glückte (mein lieber Giant, der nächste Smalltalk folgt bestimmt !).

Nach kurzer Nacht gab’s im Dorfgemeinschaftshaus reichlich Frühstück um sich für den Samstag zu stärken. Als Gäste waren Werner Nadolny & Peter Panka von der Deutschrocklegende JANE mit dabei.

Ich war ab dem Frühstück nur noch mit HEEP beschäftigt. Beim Stöbern in den Sammelordnern und Fotoalben von Stefan Künzi, Bernd Pleis und Thomas Schaumburg ließ ich mich nur zweimal stören: Einmal von der großen Sammlung an CD’s und LP’s, die Andreas Gaida zum Verkauf mitgebracht hatte, darunter auch einige Schmankerln für mich. Zum Zweiten, als ich von Peter zum neuen Fan-Club-Koch ernannt wurde.

So studierte ich also noch bis in die Nacht hinein HEEP’s Vergangenheit in den Ordnern, die es leider verhinderten, dass ich mit allen Leuten persönlichen Kontakt aufnehmen konnte.
Nichtsdestotrotz sprangen ein paar interessante Gespräche mit Christopher, Thomas Schaumburg, Stefan Künzi, Stefan Eickhoff und Lars Peper heraus.

Am Sonntag Mittag um 11.00 Uhr gab’s das Abschiedsfrühstück, nach und nach wurde das Häuflein immer kleiner und auch wir traten gegen halb eins die Heimfahrt an.

Fazit:    Für mich als Neuling, ein Supertreffen und mein schönstes Wochenende ’96 – Danke SOT!

Kritik:    Anwesenheit der Mitglieder unter 50 %, Scha(n)de! Auch ich opferte mein einziges freies Wochenend.
Lob an Stefan Künzi für seinen langen Anfahrtsweg aus der Schweiz.

Hope I see you all on SOT-Meeting ’97.

Martin Hauenstein